2016-05-31-deutschland aus den top 10 der wettbewerbsfaehigkeitDie Wahlen stehen bevor und schon werden große Töne gespuckt. Steuererleichterungen hier und da, steigende Renten, Unterstützung für die Milchbauern und so weiter und so fort. Sie kapieren es einfach nicht! Wir glauben ihnen nicht mehr! Zu oft angelogen und getäuscht. Dabei weiß Herr Schäuble sehr wohl Bescheid um die maroden Finanzen. Nur der deutsche Normalbürger bemerkt es noch nicht, er wird in Sicherheit gewiegt. Doch ohne Reformen wird Deutschland in Kürze den Griechen den Rang ablaufen, was die Schulden anbelangt.

Der von Schäuble im Februar präsentierte Tragfähigkeitsbericht zeigt, dass bis 2060 mit einem deutlichen Anstieg der Sozialausgaben zu rechnen ist, während gleichzeitig der Rückgang der Erwerbstätigen die Wachstumsaussichten eintrübt. Ohne frühzeitiges Gegensteuern könnte die Staatsverschuldung auf über 200 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) steigen – und damit weit höher liegen als heute in Griechenland.

Deutschland ist einfach nicht attraktiv genug für hoch Qualifizierte

Ifo-Chef Clemens Fuest warnte die Regierung deshalb vor neuen Rentenleistungen. Vielmehr müsse das Renteneintrittsalter steigen und das Rentenniveau, wie im Gesetz vorgesehen, weiter sinken.

Der starke Flüchtlingsstrom im vergangenen Jahr sei aufgrund der überwiegend geringen Schul- und Berufsbildung der Migranten eine zusätzliche Belastung für die Staatsfinanzen von bis zu 240 Milliarden Euro, rechnete der Ökonom vor.

Von der Zuwanderung von hoch Qualifizierten würde das Land dagegen profitieren. „Wenn regelmäßig 200.000 gut ausgebildete Menschen netto nach Deutschland kommen, gibt es einen signifikant positiven Effekt.“ Doch bisher sei Deutschland für diese begehrte Gruppe nicht attraktiv genug.

Nun Herr Schäuble haben sie uns verraten und verkauft?

Zusätzlich verliert Deutschland seine Top-Ten-Position im Ranking der wettbewerbsfähigsten Länder der Welt.

Extrem negativ schlägt wie immer die Steuer- und Ausgabenpolitik zu Buche. Trotz leichter Verbesserungen schafft es die Bundesrepublik hier nur auf den 52. Platz. Und von den mehr als 5400 Top-Managern aus aller Welt, deren Standortbewertungen in das Ranking einflossen, gab es für das deutsche Steuersystem buchstäblich null Punkte.

Dagegen steht der Osten hoch im Kurs. In allen Fällen sei vor allem die Effizienz des öffentlichen Sektors stark verbessert worden, heißt es in der Analyse. Tschechien steht mittlerweile schon auf Platz 27 und damit ebenso wie Litauen (Rang 30) und Estland (31) auf einem besseren Platz als die Franzosen, die auf dem 32. Platz stagnieren. Vor allem der starre Arbeitsmarkt, die überbordende Staatstätigkeit sowie die fehlende Reformbereitschaft schwächen die Wettbewerbsfähigkeit des zweitgrößten Euro-Landes. Das bedeutet, dass Deutschland für sehr viel mehr Schulden in Europa aufkommen wird, wenn Frankreich ausfällt.

Nun Herr Schäuble haben sie uns verraten und verkauft?

Startseite / homepage