Translation at the end.   Gerade in der heutigen Zeit wissen viele Menschen nicht mehr was Bescheidenheit, Güte und Demut 2016-02-02-meer01bedeutet! Deshalb möchte euch the storyteller aus gegebenen Anlass die Geschichte der Gebrüder Grimm vom Fischer und seiner Frau erzählen.  Und weil diese Geschichte sehr lang ist, vorher wie vom Admin angewiesen, eine Zusammenfassung.

In Kürze / brevity:

Ein Fischer fing einen verzauberten Fisch und lies diesen wieder frei. Damit war seine Frau jedoch nicht einverstanden und zwang den Mann mit immer neuen Wünschen an den Fisch heran zu treten. Der Fisch erfüllte die Wünsche auch, doch es zeigte sich, dass die Frau nicht zufrieden zu stellen war. Dem Fischer selbst war es jedes mal mehr unangenehm:den Fisch zu bitten:

Manntje, Manntje, Timpe Te,

Buttje‘ Buttje in der See,

Meine Frau, die Ilsebill,

Will nicht so, wie ich gern will.“

und wie die Geschichte ausgeht seht ihr unten.

A fisherman caught a magic fish and give him free. His wife was however disagreed and forced the man with always new requests of the fish to enter. The fish also fulfilled the wishes, but the woman wanted more and more. The fisher was ashamed:

„Flounder, flounder in the sea,

Come, I pray thee, here to me.

For my wife, good ilsabil,

Wills not as I’d have her will.“

and the end of the tale you see below.

Der Fischer und seine Frau / translation at the end

Es war einmal ein Fischer und seine Frau, die wohnten zusammen in einem alten Topfe, dicht an der See, und der Fischer ging alle Tage hin und angelte; und er angelte und angelte. So saß er auch einst bei der Angel und sah immer in das klare Wasser hinein; und er saß und saß.

Da ging die Angel auf den Grund, tief hinunter, und als er sie heraufholte, zog er einen großen Butt heraus. Da sagte der Fisch zu ihm: „Hör‘ einmal, Fischer, ich bitte dich, lass mich leben, ich bin kein rechter Fisch, ich bin ein verwünschter Prinz. Was hilft es dir, wenn du mich totmachst? Ich würde dir doch nicht recht schmecken; setze mich wieder ins Wasser und lass mich schwimmen.“ – „Nun“, sagte der Mann, „du brauchst nicht so viele Worte zu machen; einen Fisch, der sprechen kann, hätte ich so schon schwimmen lassen.“ Damit setzte er ihn wieder ins klare Wasser; da ging der Fisch auf den Grund und zog einen langen Streifen Blut nach sich. Nun stand der Fischer auf und ging zu seiner Frau in den Topf. „Mann“, sagte die Frau, „hast du heute nichts gefangen?“ – „Nein“, sagte der Mann, „ich fing einen Fisch, der sagte, er wäre ein verwünschter Prinz, da hab‘ ich ihn wieder schwimmen lassen.“ – „Hast du dir denn nichts gewünscht?“ fragte die Frau. „Nein“, sagte der Mann, „was sollt‘ ich mir wünschen?“ – „Ach“, sagte die Frau, „das ist doch schlimm, hier immer so im Topfe zu wohnen; es ist eklig und stinkt. Du hättest uns doch eine kleine Hütte wünschen können. Geh‘ noch einmal hin und rufe ihn; sag‘ ihm, wir möchten gern eine kleine Hütte haben, er tut es gewiss.“ – „Ach“, sagte der Mann, „was sollt‘ ich noch einmal hingehen?“ – „Ei“, sagte die Frau, „du hattest ihn doch gefangen und hast ihn wieder schwimmen lassen, er tut es gewiss. Geh‘ gleich. hin.“ Der Mann wollte noch nicht recht, wollte aber seiner Frau nicht zuwider sein und ging hin an die See. – Als er dort ankam, war die See ganz grün und gelb und gar nicht mehr so klar. So stellte er sich hin und sagte:

„Manntje‘ Manntje, Timpe Te,

Buttje‘ Buttje in der See,

Meine Frau, die Ilsebill,

Will nicht so, wie ich gern will.“

Da kam der Fisch an geschwommen und sagte: „Na, was will sie denn?“ -„Ach“, sagte der Mann, „ich hatte dich doch gefangen gehabt, und meine Frau sagt, ich hätte mir auch etwas wünschen sollen. Sie mag nicht mehr in einem Topfe wohnen, sie möchte gern eine Hütte haben.“ – „Geh‘ nur hin“, sagte der Fisch, „sie hat sie schon.“

Da ging der Mann hin, und seine Frau saß nicht mehr in einem Topfe, aber eine kleine Hütte stand da, und seine Frau saß vor der Tür auf einer Bank. Da nahm ihn seine Frau bei der Hand und sagte zu ihm: „Komm nur herein, sieh, nun ist’s doch viel besser.“ Da gingen sie hinein, und in der Hütte war ein kleiner Vorplatz und eine herrliche Stube und Kammer, wo für jeden ein Bett stand, und Küche und Speisekammer, alles aufs beste mit Gerätschaften und aufs schönste aufgeputzt, Zinnzeug und Messing, was da hineingehört. Hinten war auch ein kleiner Hof mit Hühnern und Enten und ein kleiner Garten mit Gemüse und Obst. „Sieh“, sagte die Frau, „ist das nicht nett?“ – „Ja“, sagte der Mann, „so soll’s bleiben, nun wollen wir recht vergnügt leben“ – „Das wollen wir uns bedenken“, sagte die Frau. Und dann aßen sie und gingen zu Bett.

So ging das wohl acht oder vierzehn Tage, da sagte die Frau: „Höre, Mann, die Hütte ist doch gar zu eng, und der Hof und der Garten sind gar so klein; der Fisch hätte uns auch wohl ein größeres Haus schenken können. Ich möchte gern in einem großen steinernen Schlosse wohnen. Geh‘ hin zum Fisch, er soll uns ein Schloss schenken.“ – „Ach, Frau“, sagte der Mann, „die Hütte ist ja gut genug, was wollen wir in einem Schlosse wohnen“ – „Ei was“, sagte die Frau, „geh‘ du nur hin, der Fisch kann das tun.“ – „Nein, Frau“, sagte der Mann, „der Fisch hat uns erst die Hütte gegeben, ich mag nun nicht schon wieder kommen, es möchte den Fisch verdrießen.“ – „Geh‘ nur“, sagte die Frau, „er kann’s recht gut und tut’s gern; geh‘ du nur hin.“ Dem Mann war sein Herz so schwer, und er wollte nicht; er sagte bei sich selber: „Das ist nicht recht“; er ging aber doch hin.

Als er an die See kam, war das Wasser ganz violett und dunkelblau und grau und dick, und gar nicht mehr so grün und gelb, doch war es ruhig. Da stellte er sich hin und sagte:

„Manntje, Manntje, Timpe Te,

Buttje‘ Buttje in der See,

Meine Frau, die Ilsebill,

Will nicht so, wie ich gern will.“

„Na, was will sie denn?“ fragte der Fisch. „Ach“, sagte der Mann halb betrübt, „sie will in einem großen steinernen Schlosse wohnen.“ – „Geh‘ nur hin, sie steht vor der Tür“, sagte der Fisch.

Da ging der Mann hin und dachte, er wolle nach Hause gehen, als er aber dort ankam, da stand dort ein großer, steinerner Palast, und seine Frau stand oben auf der Treppe und wollte hineingehen; da nahm sie ihn bei der Hand und sagte:

„Komm nur herein.“ Und so ging er mit ihr hinein, und in dem Schlosse war ein großer Flur mit marmornem Estrich, und da waren so viel Bediente, die rissen die großen Türen auf, und die Wände waren alle blank und mit schönen Tapeten, und in den Zimmern lauter goldene Stühle und Tische, und kristallene Kronleuchter hingen von der Decke herab, und in all den Stuben und Kammern lagen Fußdecken‘ und Essen und die allerbesten Weine standen auf den Tischen, als wollten sie brechen. Und hinter dem Hause war auch ein großer Hof mit Pferde- und Kuhstall und Kutschen aufs allerbeste, auch war dort ein großer, herrlicher Garten mit den schönsten Blumen und feinen Obstbäumen, und ein Lustwald‘ wohl eine halbe Meile lang, mit Hirschen und Rehen und Hasen darin und allem, was man sich wünschen mag. „Na“, sagte die Frau, „ist das nun nicht schön?“ – „Ach ja“, sagte der Mann, „so soll es auch bleiben, nun wollen wir auch in dem schönen Schlosse wohnen und wollen zufrieden sein. “ – „Das wollen wir uns bedenken“, sagte die Frau, „und wollen’s beschlafen.“ Damit gingen sie zu Bett.

Am anderen Morgen wachte die Frau zuerst auf, es war eben Tag geworden, und jeder sah von seinem Bett aus das herrliche Land vor sich liegen. Der Mann reckte sich noch, da stieß sie ihn mit dem Ellbogen in die Seite und sagte: „Mann, steh‘ auf und guck‘ einmal aus dem Fenster! Sieh‘, können wir nicht König werden über all dies Land? Geh‘ hin zum Fisch, wir wollen König sein.“ – „Ach, Frau“, sagte der Mann, „was wollen wir König sein! Ich mag nicht König sein.“

– „Ei“, sagte die Frau, „willst du nicht König sein, so will ich König sein. Geh‘ hin zum Fisch, ich will König sein.“ – „Ach, Frau“, sagte der Mann, „was willst du König sein, das mag ich ihm nicht sagen.“ – „Warum nicht?“ sagte die Frau, „geh‘ sogleich hin, ich muss König sein.“ Da ging der Mann hin und war ganz betrübt, dass seine Frau König werden wollte. „Das ist nicht recht und ist nicht recht“, dachte der Mann. Er wollte nicht hingehen, ging aber doch hin.

Und als er an die See kam, da war die See ganz schwarzgrau‘ und das Wasser gärte so von innen und roch ganz faul. Da stellte er sich hin und sagte:

„Manntje‘ Manntje, Timpe Te,

Buttje‘ Buttje in der See,

Meine Frau, die Ilsebill,

Will nicht so, wie ich gern will.“

„Nun, was will sie denn?“ fragte der Fisch. „Ach“, sagte der Mann, „sie will König werden.“ – „Geh‘ nur hin, sie ist es schon“, sagte der Fisch.

2016-02-02-meer02Da ging der Mann hin, und als er an den Palast kam, war das Schloss viel größer geworden, mit einem großen Turm und herrlichem Zierat daran; und die Schildwache stand vor dem Tor, und da waren so viele Soldaten mit Pauken und Trompeten. Und als er in das Haus kam, war alles von purem Marmor mit Gold und samtene Decken und große, goldene Quasten. Seine Frau saß auf einem hohen Thron von Gold und Diamant und hatte eine große, goldene Krone auf und das Zepter in der Hand ,:von purem Gold und Edelstein, und ihr zu beiden Seiten standen sechs Jungfrauen in einer Reihe, immer eine einen Kopf kleiner als die andere. Da stellte er sich hin und sagte: „ach Frau, bist du nun König?“ – „Ja“, sagte die Frau, „nun bin ich König.“ Da stand er und sah sie an, und als er sie eine Zeitlang so angesehen hatte, sagte er: „Ach, Frau, was ist das schön, wenn du König bist! Nun wollen wir auch nichts mehr wünschen.“ -„Nein, Mann“, sagte die Frau und ward ganz unruhig, „mir wurde die Zeit und Weile so lang, ich kann das nicht mehr aushalten. Geh‘ hin zum Fisch, König bin ich, nun muss ich auch Kaiser werden.“ – „Ach, Frau“, sagte der Mann, „was willst du Kaiser werden?“ – „Mann“, sagte sie, „geh‘ zum Fisch, ich will Kaiser sein.“ – „Ach, Frau“, sagte der Mann, „Kaiser kann er nicht machen, ich mag dem Fisch das nicht sagen; ein Kaiser ist nur einmal im Reich. Kaiser kann ja der Fisch nicht machen, das kann und kann er nicht.“ – „Was“, sagte die Frau, „ich bin König, und du bist nur mein Mann, willst du gleich hingehen? Geh‘ gleich hin; kann er König machen, so kann er auch Kaiser machen, ich will nun Kaiser sein. Gleich geh‘ hin!“ Da musste er hingehen. Als der Mann aber hinging, war ihm ganz bange, und als er so ging, dachte er bei sich: „Das geht und geht nicht gut, Kaiser ist zu unverschämt, der Fisch wird’s am Ende müd‘.“

Damit kam er an die See; da war die See noch ganz schwarz und dick und begann so von innen herauf zu gären, dass es nur so Blasen warf, und es ging ein Windstoß drüber hin, der sie aufwühlte, und den Mann kam ein Grausen an. Da stellte er sich hin und sagte:

„Manntje, Manntje, Timpe Te,

Buttje‘ Buttje in der See,

Meine Frau, die Ilsebill,

Will nicht so, wie ich gern will.“

„Nun, was will sie denn?“ fragte der Fisch. „Ach, Fisch“, sagte er, „meine Frau will Kaiser werden.“ – „Geh‘ nur hin“, sagte der Fisch, „sie ist es schon.“

Da ging der Mann hin, und als er dort ankam, war das ganze Schloss von poliertem Marmor mit goldenen Figuren und goldenen Zieraten. Vor dem Tor marschierten die Soldaten, und sie bliesen Trompeten und schlugen Pauken und Trommeln. Aber in dem Hause, da gingen die Barone und Grafen und Herzoge nur so als Bediente herum, da machten sie ihm die Türen auf, die von lauter Gold waren. Und als er hineinkam, da saß seine Frau auf einem Thron, der war von einem Stück Gold, und war sechs Ellen hoch, und sie hatte eine mächtige, große goldene Krone auf, die war mit Brillanten und Karfunkelsteinen besetzt. In der einen Hand hatte sie das Zepter und in der andern Hand den Reichsapfel, und ihr zu beiden Seiten standen die Trabanten in zwei Reihen, immer einer kleiner als der andere, von dem allergrößten Riesen, der war über sechs Ellen hoch, bis zum allerkleinsten Zwerg, der war nur so groß wie mein kleiner Finger. Und vor ihr standen so viele Fürsten und Herzoge. Da stellte sich der Mann schüchtern hin und sagte: „Frau, bist du nun Kaiser?“ – „Ja“, sagte sie, „ich bin Kaiser.“ Da ging er näher hin und besah sie sich so recht, und als er sie eine Zeitlang so angesehen hatte, sagte er: „Ach, Frau, was ist das schön, wenn du Kaiser bist.“‚ – „Mann“, sagte sie, „was stehst du dort? Ich bin nun Kaiser, nun will ich aber auch Papst werden; geh‘ hin zum Fisch.“ – „Ach, Frau“, sagte der Mann, „was willst du nicht alles‘. Papst kannst du nicht werden, Papst ist nur einmal in der Christenheit, das kann er doch nicht machen.“ – „Mann“, sagte sie, „ich will Papst werden; geh‘ gleich hin, ich muss heut‘ noch Papst werden.“

– „Nein, Frau“, sagte der Mann, „das mag ich nicht sagen, das geht nicht gut, das ist zu grob, zum Papst kann der Fisch nicht machen.“ – „Mann, was für Schnack!“ sagte die Frau, „kann er Kaiser machen, kann er auch Papst machen. Geh‘ sofort hin, ich bin Kaiser, und du bist nur mein Mann. Willst du wohl hingehen.“ Da wurde er bange und ging hin, es war ihm aber ganz elend zumute, er zitterte und bebte, und Knie und Waden schlotterten ihm. Und da strich ein Wind übers Land, und die Wolken flogen, als es düster wurde gegen Abend. Die Blätter wehten von den Bäumen, und das Wasser rauschte und brauste, als ob es kochte, und platschte an das Ufer, und in der Ferne sah er die Schifte, die schossen in der Not und tanzten und sprangen auf den Wellen. Doch war der Himmel noch so ein bisschen blau in der Mitte, aber an den Seiten zog es herauf wie ein schweres Gewitter. Da stellte er sich in der Angst recht verzagt hin und sagte:

„Manntje, Manntje, Timpe Te,

Buttje‘ Buttje in der See,

Meine Frau, die lisebill,

Will nicht so, wie ich gern will.“

„Nun, was will sie denn?“ fragte der Fisch. „Ach“, sagte der Mann, „sie will Papst werden.“ – „Geh‘ nur hin, sie ist es schon.“

Da ging er hin, und als er dort ankam, war es wie eine große Kirche, von lauter Palästen umgeben. Dort drängte er sich durch das Volk. Inwendig war aber alles mit tausend und tausend Lichtern erleuchtet, und seine Frau war in lauter Gold gekleidet und saß auf einem noch viel höheren Thron und hatte drei große goldene Kronen auf und um sie her so viel vom geistlichen Staat, und zu ihren beiden Seiten standen zwei Reihen Lichter, das größte so dick und groß wie der allergrößte Turm, bis zum allerkleinsten Küchenlicht; und alle die Kaiser und die Könige lagen vor ihr auf den Knien und küssten ihr den Pantoffel. „Frau“, fragte der Mann und sah sie so recht an, „bist du nun Papst?“ – „Ja“, sagte sie, „ich bin Papst.“ Da stellte er sich hin und sah sie so recht an, und das war, als wenn er in die helle Sonne sähe. Als er sie eine Zeitlang so angesehen hatte, sagte er:

„Ach, Frau, was ist das schön, wenn du Papst bist!“ Sie saß aber ganz steif wie ein Klotz und rührte und regte sich nicht. Da sagte er: „Frau, nun sei zufrieden, jetzt bist du Papst, nun kannst du nichts mehr werden.“ – „Das will ich mir bedenken“, sagte die Frau. Damit gingen sie beide zu Bett, aber sie war nicht zufrieden, und die Gier ließ sie nicht schlafen, sie dachte immer, was sie noch werden wollte.

Der Mann schlief recht gut und fest, er war den Tag viel gelaufen; die Frau aber konnte gar nicht einschlafen und warf sich die ganze Nacht von einer Seite auf die andere und dachte nur immer, was sie wohl noch werden könnte und konnte sich doch auf nichts mehr besinnen. Mittlerweile wollte die Sonne aufgehen, und als sie das Morgenrot sah, richtete sie sich auf im Bett und sah dort hinein, und als sie aus dem Fenster die Sonne so heraufkommen sah – „ha“, dachte sie, „kann ich nicht auch die Sonne und den Mond aufgehen lassen?“ -„Mann“, sagte sie und stieß ihn mit dem Ellbogen in die Rippen, „wach‘ auf, geh‘ hin zum Fisch, ich will werden wie der liebe Gott.“ Der Mann war noch halb im Schlaf, aber er erschrak so sehr, dass er aus dem Bette fiel. Er meinte, er hätte sich verhört und rieb sich die Augen aus und fragte: „Ach, Frau, was sagtest du?“

– „Mann“, sagte sie, „wenn ich nicht die Sonne und den Mond kann aufgehen lassen und muss das so mit ansehen, dass die Sonne und der Mond aufgehen, ich kann das nicht aushalten und hab‘ keine ruhige Stunde mehr, wenn ich sie nicht selbst aufgehen lassen kann. Da sah sie ihn so recht groß an, dass ihn ein Schauder überlief.“ Gleich geh‘ hin, ich will werden wie der liebe Gott.“ „Ach, Frau“, sagte der Mann und fiel vor ihr auf die Knie, „das kann der Fisch nicht, Kaiser und Papst kann er machen; ich bitte dich, geh‘ in dich und bleibe Papst.“ Da kam sie in helle Wut, die Haare flogen ihr so wild um den Kopf, sie riss sich das Mieder auf, gab ihm eins mit dem Fuß und schrie: „Ich halt’s nicht aus, und halt’s nicht länger aus. Willst du gleich hingehen.“ Da schlüpfte er in seine Hosen und lief weg wie von Sinnen.

Draußen aber ging der Sturm und brauste, dass er kaum auf den Füßen stehen konnte. Die Häuser und die Bäume wurden umgeweht, und die Berge bebten, und die Felsen rollten in die See, und der Himmel war ganz pechschwarz, und es donnerte und blitzte, und die See ging in so hohen schwarzen Wellen wie Kirchtürme und wie Berge und hatten oben alle eine weiße Krone von Schaum auf. Da schrie er und konnte sein eigen Wort nicht hören:

„Manntje, Manntje, Timpe Te,

Buttje‘ Buttje in der See,

Meine Frau, die Ilsebill,

Will nicht so, wie ich gern will.“

„Nun, was will sie denn?“ fragte der Fisch.“ Ach“, sagte der Mann, „sie will werden wie der liebe Gott.“ „Geh‘ nur hin, sie sitzt schon wieder im alten Topfe.“

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The Fisherman and His Wife

There was once upon a time a fisherman who lived with his wife in a pig-stye close by the sea, and every day he went out fishing. And he fished, and he fished. And once he was sitting with his rod, looking at the clear water, and he sat and he sat. Then his line suddenly went down, far down below, and when he drew it up again, he brought out a large flounder.

Then the flounder said to him, „Hark, you fisherman, I pray you, let me live, I am no flounder really, but an enchanted prince. What good will it do you to kill me. I should not be good to eat, put me in the water again, and let me go.“

„Come,“ said the fisherman, „there is no need for so many words about it – a fish that can talk I should certainly let go, anyhow.“

And with that he put him back again into the clear water, and the flounder went to the bottom, leaving a long streak of blood behind him. Then the fisherman got up and went home to his wife in the pig-stye.

„Husband,“ said the woman, „have you caught nothing to-day.“

„No,“ said the man, „I did catch a flounder, who said he was an enchanted prince, so I let him go again.“

„Did you not wish for anything first?“ said the woman.

„No,“ said the man, „what should I wish for?“

„Ah,“ said the woman, „it is surely hard to have to live always in this pig-stye which stinks and is so disgusting. You might have wished for a little hut for us. Go back and call him. Tell him we want to have a little hut, he will certainly give us that.“

„Ah,“ said the man, „why should I go there again?“

„Why?“ said the woman, „you did catch him, and you let him go again. He is sure to do it. Go at once.“

The man still did not quite like to go, but did not like to oppose his wife either, and went to the sea. When he got there the sea was all green and yellow, and no longer so smooth, so he stood still and said,

„Flounder, flounder in the sea,

Come, I pray thee, here to me.

For my wife, good ilsabil,

Wills not as I’d have her will.“

Then the flounder came swimming to him and said, „Well what does she want, then.“

„Ah,“ said the man, „I did catch you, and my wife says I really ought to have wished for something. She does not like to live in a pig-stye any longer. She would like to have a hut.“

„Go, then,“ said the flounder, „she has it already.“

When the man went home, his wife was no longer in the stye, but instead of it there stood a hut, and she was sitting on a bench before the door. Then she took him by the hand and said to him, „Just come inside. Look, now isn’t this a great deal better?“

So they went in, and there was a small porch, and a pretty little parlor and bedroom, and a kitchen and pantry, with the best of furniture, and fitted up with the most beautiful things made of tin and brass, whatsoever was wanted. And behind the hut there was a small yard, with hens and ducks, and a little garden with flowers and fruit.

„Look,“ said the wife, „is not that nice?“

„Yes,“ said the husband, „and so it shall remain – now we will live quite contented.“

„We will think about that,“ said the wife. With that they ate something and went to bed.

Everything went well for a week or a fortnight, and then the woman said, „Hark you, husband, this hut is far too small for us, and the garden and yard are little. The flounder might just as well have given us a larger house. I should like to live in a great stone castle. Go to the flounder, and tell him to give us a castle.“

„Ah, wife,“ said the man, „the hut is quite good enough. Why whould we live in a castle?“

„What?“ said the woman. „Just go there, the flounder can always do that.“

„No, wife,“ said the man, „the flounder has just given us the hut, I do not like to go back so soon, it might make him angry.“

„Go,“ said the woman, „he can do it quite easily, and will be glad to do it. Just you go to him.“

The man’s heart grew heavy, and he would not go. He said to himself, it is not right, and yet he went. And when he came to the sea the water was quite purple and dark-blue, and grey and thick, and no longer so green and yellow, but it was still quiet. And he stood there and said,

„Flounder, flounder in the sea,

Come, I pray thee, here to me.

For my wife, good ilsabil,

Wills not as I’d have her will.“

„Well, what does she want, now?“ said the flounder.

„Alas, said the man, half scared, „she wants to live in a great stone castle.“

„Go to it, then, she is standing before the door,“ said the flounder.

Then the man went away, intending to go home, but when he got there, he found a great stone palace, and his wife was just standing on the steps going in, and she took him by the hand and said, „Come in.“

So he went in with her, and in the castle was a great hall paved with marble, and many servants, who flung wide the doors. And the walls were all bright with beautiful hangings, and in the rooms were chairs and tables of pure gold, and crystal chandeliers hung from the ceiling, and all the rooms and bedrooms had carpets, and food and wine of the very best were standing on all the tables, so that they nearly broke down beneath it. Behind the house, too, there was a great court-yard, with stables for horses and cows, and the very best of carriages. There was a magnificent large garden, too, with the most beautiful flowers and fruit-trees, and a park quite half a mile long, in which were stags, deer, and hares, and everything that could be desired.

„Come,“ said the woman, „isn’t that beautiful?“

„Yes, indeed,“ said the man, „now let it be, and we will live in this beautiful castle and be content.“

„We will consider about that,“ said the woman, „and sleep upon it.“ Thereupon they went to bed.

Next morning the wife awoke first, and it was just daybreak, and from her bed she saw the beautiful country lying before her. Her husband was still stretching himself, so she poked him in the side with her elbow, and said, „Get up, husband, and just peep out of the window. Look you, couldn’t we be the king over all that land. Go to the flounder, we will be the king.“

„Ah, wife,“ said the man, „why should we be king? I do not want to be king.“

„Well,“ said the wife, „if you won’t be king, I will. Go to the flounder, for I will be king.“

„Ah, wife,“ said the man, „why do you want to be king? I do not like to say that to him.“

„Why not?“ said the woman. „Go to him this instant. I must be king.“

So the man went, and was quite unhappy because his wife wished to be king. It is not right, it is not right, thought he. He did not wish to go, but yet he went. And when he came to the sea, it was quite dark-grey, and the water heaved up from below, and smelt putrid. Then he went and stood by it, and said,

„Flounder, flounder in the sea,

Come, I pray thee, here to me.

For my wife, good ilsabil,

Wills not as I’d have her will.“

„Well, what does she want, now?“ said the flounder.

„Alas, said the man, she wants to be king.“

„Go to her. She is king already.“

So the man went, and when he came to the palace, the castle had become much larger, and had a great tower and magnificent ornaments, and the sentinel was standing before the door, and there were numbers of soldiers with kettle-drums and trumpets. And when he went inside the house, everything was of real marble and gold, with velvet covers and great golden tassels. Then the doors of the hall were opened, and there was the court in all its splendor, and his wife was sitting on a high throne of gold and diamonds, with a great crown of gold on her head, and a sceptre of pure gold and jewels in her hand, and on both sides of her stood her maids-in-waiting in a row, each of them always one head shorter than the last.

Then he went and stood before her, and said, „Ah, wife, and now you are king.“

„Yes,“ said the woman, „now I am king.“

So he stood and looked at her, and when he had looked at her thus for some time, he said, „And now that you are king, let all else be, now we will wish for nothing more.“

„No, husband,“ said the woman, quite anxiously, „I find time passes very heavily, I can bear it no longer. Go to the flounder – I am king, but I must be emperor, too.“

„Oh, wife, why do you wish to be emperor?“

„Husband,“ said she, „go to the flounder. I will be emperor.“

„Alas, wife,“ said the man, „he cannot make you emperor. I may not say that to the fish. There is only one emperor in the land. An emperor the flounder cannot make you. I assure you he cannot.“

„What?“ said the woman, „I am the king, and you are nothing but my husband. Will you go this moment? Go at once. If he can make a king he can make an emperor. I will be emperor. Go instantly.“

So he was forced to go. As the man went, however, he was troubled in mind, and thought to himself, it will not end well. It will not end well. Emperor is too shameless. The flounder will at last be tired out. With that he reached the sea, and the sea was quite black and thick, and began to boil up from below, so that it threw up bubbles, and such a sharp wind blew over it that it curdled, and the man was afraid. Then he went and stood by it, and said,

„Flounder, flounder in the sea,

Come, I pray thee, here to me.

For my wife, good ilsabil,

Wills not as I’d have her will.“

„Well, what does she want, now?“ said the flounder.

„Alas, flounder,“ said he, „my wife wants to be emperor.“

„Go to her,“ said the flounder. „She is emperor already.“

So the man went, and when he got there the whole palace was made of polished marble with alabaster figures and golden ornaments, and soldiers were marching before the door blowing trumpets, and beating cymbals and drums. And in the house, barons, and counts, and dukes were going about as servants. Then they opened the doors to him, which were of pure gold. And when he entered, there sat his wife on a throne, which was made of one piece of gold, and was quite two miles high. And she wore a great golden crown that was three yards high, and set with diamonds and carbuncles, and in one hand she had the sceptre, and in the other the imperial orb. And on both sides of her stood the yeomen of the guard in two rows, each being smaller than the one before him, from the biggest giant, who was two miles high, to the very smallest dwarf, just as big as my little finger. And before it stood a number of princes and dukes.

Then the man went and stood among them, and said, „Wife, are you emperor now.“

„Yes,“ said she, now I am emperor.

Then he stood and looked at her well, and when he had looked at her thus for some time, he said, „Ah, wife, be content, now that you are emperor.“

„Husband,“ said she, „why are you standing there? Now, I am emperor, but I will be pope too. Go to the flounder.“

„Oh, wife, said the man, what will you not wish for? You cannot be pope. There is but one in Christendom. He cannot make you pope.“

„Husband, said she, I will be pope. Go immediately, I must be pope this very day.“

„No, wife,“ said the man, „I do not like to say that to him. That would not do, it is too much. The flounder can’t make you pope.“

„Husband,“ said she, „what nonsense! If he can make an emperor he can make a pope. Go to him directly. I am emperor, and you are nothing but my husband. Will you go at once.“

Then he was afraid and went, but he was quite faint, and shivered and shook, and his knees and legs trembled. And a high wind blew over the land, and the clouds flew, and towards evening all grew dark, and the leaves fell from the trees, and the water rose and roared as if it were boiling, and splashed upon the shore. And in the distance he saw ships which were firing guns in their sore need, pitching and tossing on the waves. And yet in the midst of the sky there was still a small patch of blue, though on every side it was as red as in a heavy storm. So, full of despair, he went and stood in much fear and said,

„Flounder, flounder in the sea,

Come, I pray thee, here to me.

For my wife, good ilsabil,

Wills not as I’d have her will.“

„Well, what does she want, now?“ said the flounder.

„Alas,“ said the man, „she wants to be pope.“

„Go to her then,“ said the flounder, „she is pope already.“

So he went, and when he got there, he saw what seemed to be a large church surrounded by palaces. He pushed his way through the crowd. Inside, however, everything was lighted up with thousands and thousands of candles, and his wife was clad in gold, and she was sitting on a much higher throne, and had three great golden crowns on, and round about her there was much ecclesiastical splendor. And on both sides of her was a row of candles the largest of which was as tall as the very tallest tower, down to the very smallest kitchen candle, and all the emperors and kings were on their knees before her, kissing her shoe. Wife, said the man, and looked attentively at her, are you now pope. Yes, said she, I am pope. So he stood and looked at her, and it was just as if he was looking at the bright sun.

When he had stood looking at her thus for a short time, he said, „Ah, wife, if you are pope, do let well alone.“

But she looked as stiff as a post, and did not move or show any signs of life.

Then said he, „Wife, now that you are pope, be satisfied, you cannot become anything greater now.“

„I will consider about that,“ said the woman. Thereupon they both went to bed, but she was not satisfied, and greediness let her have no sleep, for she was continually thinking what there was left for her to be. The man slept well and soundly, for he had run about a great deal during the day. But the woman could not fall asleep at all, and flung herself from one side to the other the whole night through, thinking always what more was left for her to be, but unable to call to mind anything else. At length the sun began to rise, and when the woman saw the red of dawn, she sat up in bed and looked at it. And when, through the window, she saw the sun thus rising, she said, „Cannot I, too, order the sun and moon to rise?“

„Husband,“ she said, poking him in the ribs with her elbows, „wake up. Go to the flounder, for I wish to be even as God is.“

The man was still half asleep, but he was so horrified that he fell out of bed. He thought he must have heard amiss, and rubbed his eyes, and said, „Wife, what are you saying?“

„Husband,“ said she, „if I can’t order the sun and moon to rise, and have to look on and see the sun and moon rising, I can’t bear it. I shall not know what it is to have another happy hour, unless I can make them rise myself.“ Then she looked at him so terribly that a shudder ran over him, and said, „Go at once. I wish to be like unto God.“

„Alas, wife,“ said the man, falling on his knees before her, „the flounder cannot do that. He can make an emperor and a pope. I beseech you, go on as you are, and be pope.“

Then she fell into a rage, and her hair flew wildly about her head, she tore open her bodice, kicked him with her foot, and screamed, „I can’t stand it, I can’t stand it any longer. Will you go this instant.?“

Then he put on his trousers and ran away like a madman. But outside a great storm was raging, and blowing so hard that he could scarcely keep his feet. Houses and trees toppled over, the mountains trembled, rocks rolled into the sea, the sky was pitch black, and it thundered and lightened, and the sea came in with black waves as high as church-towers and mountains, and all with crests of white foam at the top. Then he cried, but could not hear his own words,

„Flounder, flounder in the sea,

Come, I pray thee, here to me.

For my wife, good ilsabil,

Wills not as I’d have her will.“

„Well, what does she want, now?“ said the flounder.

„Alas,“ said he, „she wants to be like unto God.“

„Go to her, and you will find her back again in the pig-stye.“

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