Vorbemerkung: Du willst einen Beitrag, das hast Du davon. War neulich etwas strange drauf und hab am PC rumgetippt. Das kam dabei raus:

Religion macht es skrupellosen mächtigen Menschen leicht, unbedarfte Menschen für ihre Ziele zu benutzen.

Religion macht es unbedarften Menschen, die auf der Schattenseite des Lebens ihre Zeit auf diesem Planeten abdienen leichter, ihr Leben zu ertragen.

Religion hilft sehr klugen Menschen, die an den Rand menschlicher Erkenntnis vorgestoßen sind, ihr Leben an diesem Abgrund zu ertragen.

Religion ist gut für Menschen, die den Alkohol nicht vertragen.

Ich bin keiner von all jenen. Mir hilft Religion einen Scheißdreck!

Ich gräme mich über die Dreistigkeit der Mächtigen. Mich widert jedes menschliche Gemeinwesen an, das ihnen zu viel Raum lässt. Also – jedes. Mich ekelt vor diesem zutiefst menschlichen, aber übersteigert ausgeprägten Wesenszug, in allem seinen Vorteil suchen zu müssen. Gekoppelt an ein Mindestmaß an Skrupel wäre dieser Wesenszug nur unsympathisch. Ohne Skrupel macht der die Menschheit zum ekelerregendsten Ungeziefer, dass je diesen Planeten besiedelt hat.

Religion hat diesen Zeitgenossen noch nie Einhalt geboten – im Gegenteil!

Ich bedauere die Unbedarften und beneide sie um die Linderung, welche ihnen durch Religion zu Teil wird. Gleichwohl sind mir jene Unbedarften, die sich allzu willfährig und aktiv vor den Karren der Mächtigen spannen lassen, mehr als nur verdächtig. Sie sind mir schlicht widerlich.

Ich bin nicht klug genug, den sehr Klugen zu folgen. Es wäre schön, von klugen Menschen zu erfahren, was Religion bei ihnen bewirkt. Wie betet ein gläubiger Astrophysiker?

Alles, was ich von Religion(en) bisher gelernt habe ist: Sei der Mensch noch so abstoßend in seinem System, seiner Gesellschaft, in seiner Wirkung betrachtet; im direkten Kontakt wird er interessant, vielleicht sogar witzig und möglicherweise liebenswert sein. Ein jeder sollte es wert sein, gehört zu werden. Nur durch den möglichst persönlichen Dialog kann das Schöne neben dem Abstoßenden erkannt werden und mit etwas Glück und Geschick vielleicht sogar gefördert werden.

Aber da wär ich ohne Religion möglicherweise von selbst drauf gekommen. Nein, ich bin ganz sicher von selbst und ohne Religion drauf gekommen. Denn sobald ich mich gedanklich mit Religion befasse, ist mein Denken von einer Frage geradezu in Beschlag genommen: Warum sollte wohl alles gut werden, indem man einen Mann an ein Kreuz nagelt?

 

Niedergeschrieben, nach dem ich in der Glotze einen gewissen Herrn Todenhöfer über seine journalistische Arbeit mit dem IS berichten habe hören dürfen. Leider allzu oft unterbrochen durch einen gewissen Herrn Lanz, der sich wohl auch für einen Journalisten hält und vor der Sendung stundenlang den Kopf schiefgehalten haben muss, damit möglichst viel von seinem Resthirn zusammenläuft. Auf diese Weise dachte er wohl den Herrn Todenhöfer vorführen zu können.

Na ja, alles nicht so wild – ich geh jetzt schlafen 01.05.2015, 01:25 Uhr.