Religion macht es skrupellosen mächtigen Menschen leicht, unbedarfte Menschen für ihre Ziele zu benutzen.

Religion macht es unbedarften Menschen, die auf der Schattenseite des Lebens ihre Zeit auf diesem Planeten abdienen leichter, 2013-06-03-daily-1ihr Leben zu ertragen.

Ich bedauere die Unbedarften und beneide sie um die Linderung, welche ihnen durch Religion zu Teil wird. Gleichwohl sind mir jene Unbedarften, die sich allzu willfährig und aktiv vor den Karren der Mächtigen spannen lassen, mehr als nur verdächtig. Sie sind mir schlicht widerlich.

Sind es wirklich nur die Unbedarften? Speziell in unseren Breitengraden sind es oft die weniger Unbedarften, welche intensiv an Religion glauben. Da ich nicht mehr die Bäckerei aufsuche, habe ich (aus diesem Grund leider) keine Gelegenheit mehr, mir von einem -nach meiner Meinung- sehr intelligenten Menschen erklären zu lassen warum es aus religiöser Sicht falsch ist, sein Leben zu beenden wenn man es möchte. Damals endete die Diskussion aus Zeitgründen zu früh.

Was die Mächtigen anbelangt, was schockiert dich daran? Immer und überall wenn es um Einfluß, Macht und viel Geld geht ist es doch das gleiche Spiel.

Und wie können sie dir widerlich sein, sie sind doch unbedarft? Außerdem erfahren gerade diese Menschen durch die Religion oder die Mächtigen, die sie manipulieren etwas Anerkennung und bemerken in ihrer Unbedarftheit ja gar nicht die Manipulation.

Religion hilft sehr klugen Menschen, die an den Rand menschlicher Erkenntnis vorgestoßen sind, ihr Leben an diesem Abgrund zu ertragen.

Religion ist gut für Menschen, die den Alkohol nicht vertragen.

Ich bin keiner von all jenen. Mir hilft Religion einen Scheißdreck!

Warum so negativ?

Alles, was ich von Religion(en) bisher gelernt habe ist: Sei der Mensch noch so abstoßend in seinem System, seiner Gesellschaft, in seiner Wirkung betrachtet; im direkten Kontakt wird er interessant, vielleicht sogar witzig und möglicherweise liebenswert sein. Ein jeder sollte es wert sein, gehört zu werden. Nur durch den möglichst persönlichen Dialog kann das Schöne neben dem Abstoßenden erkannt werden und mit etwas Glück und Geschick vielleicht sogar gefördert werden.

Da zitiere ich aber jetzt einen deiner Kommentare zu einem anderen Thema: „Manchmal fällt emphatisch sein schwer“ und es gibt einfach Menschen mit denen möchte ich nichts zu tun haben und schon gar nicht mit ihnen sprechen.

Bei den Wissenschaftlern hab ich jetzt nicht unbedingt formell religiöse gemeint (gibts solche tatsächlich?).

Ja ich glaube schon zumindest gab es einen Kreis christlicher Wissenschaftler.

Grundsätzlich kann man auch sagen, dass die Religion viel zur Wissenschaft beigetragen und auch gefördert hat.

intro-23Bis zum Jahr 1100 war es durchaus möglich nicht nur Theologie als einzige Wissenschaft zu sehen. Erst dann erfolgte (durchaus auch aus Machtansprüchen) die Erkenntnis, dass man eigentlich nichts Neues entdecken muss, da alles in der Bibel steht. Die änderte sich erst ab 1600-1700 wieder. Auch heute kennt die Wissenschaft noch zwei Denkweisen – die assoziative und die kausal-logische, wobei wohl niemand mehr die erstere für voll nimmt. Nicht einmal die erzreligiösen