Peter Alexander Christerer Ich erhoffe nichts. Ich fürchte nichts. Ich bin frei.

That's the way it is:
You who wish to conquer pain, you must learn what makes me kind. The crumbs of love that you offer me,
they′re the crumbs I've left behind.

Bäääda's Briefe an die Erinnerung

#513   29.01.2023 06:10h   Hast du Euros in den Taschen, gibt's auch was zu naschen
Das Thema Inflation wurde in der Agenda um eine Position nach unten verschoben, denn jetzt muss ich zuerst meine Verwunderung und Verärgerung über unsere derzeitige Außenministerin festhalten. Bei Heiko Maas dachte ich manchmal, dass der bekifft ein Statement abgab, aber die Baerbock schmeißt anscheinend den ganzen Tag LSD ein. Am Dienstag (24.01.2023) hat Baerbock beim Europarat in Straßburg mit folgenden Worten zum Zusammenhalt der westlichen Verbündeten aufgerufen: „Wir kämpfen einen Krieg gegen Russland und nicht gegeneinander.“ Was für ein Wahnsinn. Wenn das nicht die Vorbereitung für das dumme deutsche Volk ist, dass wir uns bald direkt (was wir nach meiner Meinung ohnehin schon tun) im Krieg mit Russland befinden, dann sollte die Tussi sofort zurücktreten! Wenn es tatsächlich ein "Versprecher" war, dann ist diese Person nicht geeignet ein politisches Amt zu bekleiden. Putin hat diese Äußerung gefreut und wurde natürlich sofort für Propaganda ausgeschlachtet. Aber auch andere Länder wie China und die Türkei wurden hellhörig. Doch was solls, die Grünen haben im wahrsten Sinne des Wortes Narrenfreiheit, solange sie dafür sorgen, dass Straftäter ungehindert ihrem Treiben nachgehen können. Und der deutsche Michl? Der schläft weiter, schließlich werden alle mit Geld (zu bezahlen von nachfolgenden Generationen) zugeschissen!


Zum Thema money, money, money erlitt ich am Freitag einen Schock. Nach langem suchte ich mal wieder einen türkischen Supermarkt auf, weil ich Gelüste nach Lammfleisch hatte. Ich glaube ALLES war mindestens 25 – 30% teurer, nicht nur das Fleisch. Echt brutal! Der zweite Grund war, dass ich HIRSEBulgur wollte. Den gibt es tatsächlich, ist bei aber bei den Türken nicht beliebt und so gab es nur ein Sorte und die ist zudem ganz fein, währen ich auf den groben Bulgur stehe. Werde im direkten Vergleich die Unterschiede rausschmecken. Trotz des Sparzwangviruses, den mir Herbert einpflanzte, leistete ich mir ein köstlich schmeckendes Lammfleisch mit groben Bulgur, Zwiebel und Paprika. Als nächstes stehen Lammkotelett und danach eine Lammkeule auf dem Programm. Schließlich muss ich mir NOCH mehr Speck für den russischen Winter anfressen.

Noch größere Sprücheklopfer als unsere grünen Spinner sind allerdings die Franzosen. Was hat Makkaroni schon alles angekündigt. Nur geliefert hat er nichts. Das ist nichts, was nur in der Politik so ist. Sie sind die besten Köche, besten Freizeitsportler und natürlich die Reichsten, Schönsten und Erfolgreichsten. Schade nur, dass ich bisher noch niemanden aus Froooonkreich mit diesen Eigenschaften kennengelernt habe.

Egal, weil jetzt gehe ich ins nochmal ins Bett und werde mit einem Auge das Handy beobachten. Gestern abend bekam ich von einer mir nicht bekannten Nummer ein WhatsApp und die Message in holprigen Deutsch lautete: Hi, guten Abend. Was machst du? Bin auf dem Weg nach Berlin. Yooo, meine Versuche rauszubekommen wer sich dahinter verbirgt, scheiterten. Doch die letzte Message war: "Bin dann am Nollendorfplatz und melde mich bei dir". Bin ja nicht neugierig, aber wissen möchte ich schon, wer es ist.

Ois Guade wünscht euch da Bäääda

#512   25.01.2023 18:25h   Manchmal fällt es schwer, ein Deutscher zu sein
Es ist nicht leicht ein Deutscher zu sein, weil ich denke, kein Volk ist so masochistisch veranlagt wie die Deutschen. Jetzt hat endlich die Hexenjagd auf Scholz wegen den Leo 2 ein Ende. Mal sehen, wie lange es dauert, bis die Forderung nach Kampfjets folgt. Ich weiß nicht warum die Leute hier Putin unbedingt zum Einsatz von Nuklearwaffen zwingen wollen, aber nachgeben ist für die Russen keine Option mehr. Na Gott sei Dank müssen bei der Forderung nach Atomwaffen die Engländer oder Franzosen herhalten, denn meines Wissens verfügen die Deutsch über keine eigenen. Übrigens sind nach Selenskyj "Antikorruptions" Ankündigung viele Politiker zurückgetreten. Schade, dass er nicht mit gutem Beispiel vorangegangen ist. Mit Kriegsmaterial hat man schon immer gut verdient.

Kaum hat man diese Scheiße vom Hals, kündigen die Klimaterroristen für Februar massive Störungen in ganz Deutschland an. Ihre aktive Teilnehmerzahl ist inzwischen auf 800 angestiegen. Yoo ein gehöriger Prozentsatz, wenn man an 84.000.000 Millionen Einwohner denkt. Klar dass man bei so einer Menge Weltretter die Einwohner von Großstädten terrorisieren darf. Solange man weiß, dass ohnehin nur Richter mit links-grüner Ideologie ein "du-du" aussprechen und eine dramatische Geldstrafe von 3,50€ verhängen, ist es doch super ein Terrorist zu sein. Nach eigenen Angaben dieser Spinner hatten sie bisher Kosten von 550.000€ bei einem Spendeneingang von 900.000€. Auch Terror scheint ein gutes Geschäft zu sein. Vielleicht hatten sie ja ukrainische Berater.

In dieses Bild passt eine Sendung von ARD-Alpha. Es ging um die Recyclinglüge. Während wir mit verschiedenen Mülltonnen drangsaliert werden, zeigte die Dokumentation auf, was mit unserem Plastikmüll (gelbe Tonne) passiert. Ca. 70% werden an Zementwerke verkauft und dort verbrannt. Energetische Energiegewinnung nennt man das. Das passiert übrigens weltweit. Der Ausstoß von Schadstoffen aller Zementwerke ist 3x mal höher als sämtliche Flugzeuge dieser Welt in die Luft blasen. Für die Betreiber der Zementwerke ist das Beste daran, dass sie sogar bezahlt werden, dass sie den Plastikmüll verbrennen. Früher hatten sie enorme Kosten für ihren Brennstoff aufzubringen. Jetzt bekommen sie fürs "recyclen" Geld. Das wissen natürlich ALLE Politiker. Die restlichen 30% werden zu einem Großteil exportiert -weil es einfach keinen sortenreinen Plastikmüll gibt- und jetzt kommt ein Problem auf die Industriestaaten zu: Weder China, andere asiatische Länder noch die Afrikaner wollen den Dreck inzwischen entsorgen. Anscheinend zahlen wir nicht genug dafür. Na, dann wird halt geschmuggelt. Nachdem die Türken jetzt genauer hinschauen, geht der Müll inzwischen oft nach Bulgarien. Zwar ein EU-Land, aber ein bisserl was geht immer, sagte schon Monaco Franze.
Und weil der dumme kleine Bäääda es nicht mehr erträgt, nur noch so einen Mist zu lesen, sehen oder hören, läuft bei ihm nur noch Ö3 und gelesen wird NZZ. Die Österreicher und Schweizer sind einfach die besseren Deutschen.

Ansonsten muss ich nur noch den Februar überstehen und dann ist für mich der Winter vorbei. Ab März ist Frühling angesagt. Die ersten Erkundigungen nach Schuhen und Kleidung habe ich bereits eingeholt. Bevor die Touristenmassen im Spreewald wieder einfallen, möchte ich mir die Gegend mal ansehen. Stand schon lange auf der Agenda, aber nach einem Bericht in RBB ist es jetzt Pflicht geworden.

Vorher muss ich aber noch einen Versuch starten, mit Hirsemehl- Brot zu backen. Nach einem längeren Gespräch mit der bereits im vorhergehenden Beitrag erwähnten lady, habe ich mich spontan bereit erklärt, das zu erkunden. Sie verträgt (nachweislich) kein Gluten, liebt aber Brot, bäckt aber nicht wirklich. Also dachte da Bäääda, kaufst ein Kilo Hirsemehl und backst ein Brot. Hahaha so leicht bekommt man das Mehl gar nicht und wenn dann zu Mondpreisen. Jetzt habe ich es online bestellt und erst hinterher festgestellt, dass es aus Ungarn geliefert wird. Bin schon neugierig, was da ankommt, weil ich habe eine Reihe anderer Mehle wie z.B: Bambusfasermehl gleich mitbestellt.
Jetzt hingegen gibt es einen köstlichen Wurstsalat mit selbstgebackenem Gewürzbrot und schon ist die Welt wieder ganz in Ordnung.

Ois Guade wünscht euch da Bäääda

#511   23.01.2023 08:00h   Wieder eine Legende weniger
Zwar war ich nicht ganz so oft -wie manche meiner Freunde- im Rigan Club, wenn der Rigan Clan aufg'spuit hat, aber es ist ein Stück Nostalgie. Lange bevor Brings Anfang der 2000er ihr "Superjeile Zick = supergeile Zeit" rausbrachten war der Rigan Club wegen Ärger mit den Nachbarn schon längst (1986) wieder geschlossen. Aber es war definitiv eine supergeile Zeit im Rigan Club. Jedenfalls kann ich mich nicht erinnern, dass ich dort in der Schwabinger Herzogstraße auch nur ein einziges Mal enttäuscht wurde. Eigentlich wollte ich am 14.01.2023 mit Herbert eine Vorstellung vom "Elvis aus Schwabing" besuchen. Den Termin hatte ich völlig vergessen und wäre aus persönlichen Gründen wahrscheinlich nicht nach München gefahren und jetzt ist der Kerl einfach am Donnerstag, den 19.01.2023 mit 77 Jahren verstorben. Schade um ihn und München hat ein Original weniger.

Manchmal ist es schon kurios, was für ein Müll im Fernsehen verbreitet wird! Kürzlich mehrere "Fachsendungen" zum Thema Schlafstörungen und Einsamkeit gesehen und die sogenannten "Experten" – natürlich Psychologen, Soziologen und andere weltfremde Menschen- referierten im Brustton der Überzeugung nach meiner Meinung nur Stuss. Die exorbitant ansteigenden Schlafstörungen kämen u.a. daher, weil die Leute keine Zeit mehr zum Schlafen hätten. Wow, vielleicht sollten sie einfach früher ins Bett gehen und dann mal ihre "social" Mediakontakte beiseite lassen.
Aber es ist doch so, wie Tim Bendzko schon vor mehr als 10 Jahren sang: "Ich muss nur noch schnell die Welt retten" und 348.000 Mails checken. Bis Ende der 1960er war 48 Stunden Wochenarbeitszeit normal, dann wurde peu à peu die 40 Stunden Woche eingeführt. Erst 1978 war bundesweit die 5 Tage Arbeitswoche Standard und heute arbeiten mehr als 50% der Vollbeschäftigten weniger als 40 Stunden die Woche. Aber die Typen haben keine Zeit zum Schlafen.

Ähnliches Gesäusel bei Thema Einsamkeit. Es ging nicht einmal um die ganz Alten, von denen tatsächlich manche wirklich einsam sind. Nein, "die Jungen" sind einsam, trotz Tiktok, Insta, WhatsApp…. Aussage einer Psychologin: "Naja wenn man in der Woche seine Freunde nur 2x sehen kann, weil der Stress so groß ist, dann kann sich schon ein Gefühl der Einsamkeit einstellen." Andere sind so einsam, weil sie nichts mit sich anzufangen wissen und süchtig nach likes und thumbs up sind. Sie können nur leben, wenn sie Tag und Nacht chatten. Zu so einem Nonsens fällt mir nur noch die Frage ein: In was für einer mimi, mimi, mimi Gesellschaft leben wir eigentlich?
Gott sei Dank hat eine mir nahestehende -deutlich jüngere- Frau aus München zugestimmt und bestätigt, dass sie zwar viel allein ist, aber sich noch nie einsam gefühlt hat. Im Gegenteil die Freiheit des Alleinseins genießt. Yooo, auch ich werde heute meinen köstlichen Lammbraten mit Bratkartoffeln genießen und mich wahnsinnig freuen, dass ich ihn nicht teilen muss. Wenn ich anschließend mein Bäuerchen mache, mit einer Tasse Earl Grey Tee auf der Couch liege und ein fesselndes Buch lese, empfinde ich vieles, nur keine Einsamkeit.

Ois Guade wünscht euch da Bäääda

#510   16.01.2023 14:00h   Der Anfang ist getan!
Heute eine Meldung gelesen, worüber ich mich sehr freue: Technikhändler Gravis nimmt ab sofort in seinen 40 Filialen bundesweit kein Bargeld mehr an. Egal wie hoch der Betrag ist, nur noch Kartenzahlung ist möglich. Na also, geht doch! Das permanente Geldbörsen durchsuchen, ob sich die 13,97€ irgendwie zusammenkramen lassen, nervt mich neben zu engen oder vollgestellten Gängen am allermeisten beim Einkaufen. Dabei ist es völlig unerheblich, dass ich meistens im Anschluss an den Einkauf ein Café aufsuche und dort 1,5 Stunden abhänge. Wenn es jetzt hoffentlich bald Nachahmer gibt, dann könnte die Bargeldära langsam zu Ende gehen. Vielleicht steigen dann endlich meine Bitcoin Aktien :-( wieder.

Eine mich betreffende Änderung muss auch erfolgen. Zwar plane ich schon lange, weniger Vorräte anzulegen, aber nachdem ich jetzt einen Überblick habe, was mich meine je 2 Kühl- und Gefrierschränke in etwa im Monat kosten, ist Handeln geboten! Beide Kombinationen hängte ich für je 12 Tage an ein Stromverbrauchmessgerät und rechnete hoch, dass mich das ca. 45 € im Monat kostet. Definitiv toooooo much! Die Kosten für eine moderne neue GROSSE Kühl- und Gefrierkombi hätten sich schon nach ca. 3 Jahren amortisiert und das Abtauen würde auch wegfallen.

Gestern mitbekommen als ein Bekannter eine schlimme Nachricht -einen guten Freund betreffend- erhalten hat und muss sagen, das hat mich betroffen gemacht. Vielleicht ist ja meine derzeitige Einstellung soziale Kontakte -auch aus Eigenschutz- abzubauen, doch gar nicht so verkehrt. Allerdings hatte ich kurz aufeinanderfolgend zwei "Events" in Aussicht, an denen ich nicht teilnahm, denn da wurde jeweils ganz klar ein Pärchen erwartet. Anscheinend wird es Zeit, für solche Anlässe und etwas ganz bestimmtes anderes, jemanden parat zu haben. Dennoch, wenn ich sehe, wie hörig manche Menschen nach Aufmerksamkeit sind, verzichte ich lieber auf die eine oder andere Einladung. Manche Menschen sind selbst im Urlaub einsam und wissen nichts mit sich anzufangen. Im soooo dringend benötigten Urlaub werden sämtliche "sozialen" Medien bedient und WhatsApp ist sozusagen in der Standleitung. Warum bleibt man dann nicht gleich zu Hause? Wahrscheinlich denken diese Menschen, sie beglücken die Empfänger mit ihrer ständigen Onlinepräsenz oder fühlen sich wichtig, wenn im fernen Land das Personal sieht, dass sie ein Mobiltelefon besitzen. Yep, war vielleicht vor 20 Jahren so, heute sind das eher Wichtigtuer.
Auch wenn es manchmal aussieht, als wäre ich modern (nur fake!), trifft mich manchmal die sentimentale, nostalgische Keule. Am Samstag auf dem Weg zu einem meiner Lieblings Café durchquere ich eine Grünanlage mit verschiedenen Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche. Doch was sehe ich ganz vorne, schon fast beim Eingang? Tatsache auf einem stinknormalen Baum klettert ein Mädchen. Sofort fühle ich mich ans Baumkraxeln meiner Kindheit erinnert. Wow, nach 17 Jahren Berlin, das erste Mal, dass ich so etwas wieder einmal sehen konnte. Bemerkenswert auch die Mutter, die doch tatsächlich im Gespräch mit mir meinte: "Ein bisschen was sollte man seinen Kindern schon zutrauen."
Gar nicht klettern, sondern nur fliegen mussten die zwei Turteltauben links auf dem Bild. Während ich angestrengt versuche, mein Geschreibsl so zu formulieren, dass ich es auch später mal noch kapiere, ist bei den Beiden schon der Frühling ausgebrochen. Völlig ungeniert direkt vor meinen Augen beginnen die zwei Vögel zu vögeln. Na sach mal, det is doch Sodom und Gonorrhoe!

Ois Guade wünscht euch da Bäääda

#509   12.01.2023 17:25h   Anarchie oder Diktatur – die Demokratie hat ausgedient.
Zwar hat es Demos und Proteste schon immer gegeben, doch nicht in dieser Form. Jeder glaubt "seine" Meinung ist die einzig wahre und organisiert über die "sozialen" Medien einen Mob um dagegen zu "protestieren". Ich nenne es "terrorisieren"! Auch wenn mich irgendwelche LinksGrüne Superintellektuelle in einer wahrhaft bedeutenden Jury zum Unwort des Jahres-Benutzer abstempeln würden. Seltsam, dass mit der gleichen Begründung wie für "Klimaterroristen" nicht auch "Covidioten" oder "Klimaleugner" in die Auswahl gekommen sind. Stimmt ja, passt nicht in die linksgrüne Ideologie.
Die Einen klettern wie Affen auf Bäume, weil sie die Rechtslage nicht akzeptieren können, die Anderen kleben sich auf die Straße um die Bevölkerung zu erpressen und nötigen, die Nächsten bekriegen Polizei und Rettungskräfte und bei allem sieht die "Regierung" nur zu und spuckt große Töne. Klar, entspricht ja alles der linksgrünen Ideologie. Diese Regierung unterstützt mit wachsender Begeisterung korrupte ukrainische Politiker und versorgt vorrangig Migranten mit Wohnraum und Kita- wie Schulplätzen und schert sich einen Dreck um die einheimische Bevölkerung. Die Steuerlast in Deutschland ist nach Belgien die Höchste in ganz Europa. Ich frage mich wofür? Straßen, Schulen, Bahn, digitale Mobilität u.v.m. alles auf dem Stand von "dritte" Welt Ländern. Wo also gehen die Rekordeinnahmen der Steuergelder hin?
Geht es so weiter, bleibt nur die (in Teilen von Berlin schon angekommen) Anarchie oder eine Diktatur. Wobei ich eindeutig vom Ersten ausgehe, weil selbst aus dem schönen Freistaat Bayern mit ihrem Franken-Cowboy ist nichts mehr zu erwarten. Sagte ich doch schon immer: Franken sind keine Bayern, sondern Maulhelden.

Mehr Spaß macht mir mein "back to the roots". Obwohl der "Altersfrust" größer wird, je klarer ich verstehe, dass da nichts NEUES mehr folgt. Der wohlgemeinte Rat vom Herzi-Berti meinen "Arsch zu bewegen" ist schon richtig, trifft aber nicht den Kern. Was nützen mir Reisen, wenn die "Stadtbesichtigungen" zwar nicht dasselbe aber irgendwie immer das gleiche sind? Ich war in vielen Ländern, doch das was MICH interessiert, hat überall nahezu gleich ausgesehen.
Dennoch wird ab diesem Jahr wieder mehr in die Ferne geschweift. Prag werde ich zwar besuchen, aber das Angucken steht an zweiter Stelle. An erster Stelle steht künftig landestypische Küche abseits der Touristenlokale zu genießen. Selbst Afrika war überall das gleiche, nur dass hier Ewondo und dort Wolof oder sonst was gesprochen wird. Da ich aus gesundheitlichen Gründen auf eigene Faust keine ausgedehnten Reisen durch das Landesinnere mehr unternehmen werde, bleibt nur eine Safari und dafür fehlt mir momentan das Diridari. Aber Gambia im Dezember bleibt trotzdem im Programm.
Mit "back to the roots" meinte ich, dass ich so agiere, wie ich aufgewachsen bin. Für die Kälte gibt es warme Kleidung, zum Essen Sauerkraut und Kartoffelsuppe, als Obst müssen Orangen und Äpfel reichen. Schon merke ich, wie Freude -trotz der unglaublich hohen Temperaturen für Januar- auf den Frühling mit warmen Sonnenstrahlen und ersten blühenden Krokussen wächst. Essen auf dem Balkon, dazu frische -deutsche- Erdbeeren als Nachspeise und, und, und… Nur neue Shirts muss ich mir kaufen. Die alten sind beim Waschen eingegangen ;-).

Gestern eine außerordentlich interessante TV Sendung (ARD Alpha: Was heißt schon gesund?) zum Thema Orthorexie gesehen. Bislang wusste ich gar nicht, dass es so etwas gibt. Es handelt sich dabei um Menschen, die sich zwanghaft gesund ernähren wollen. Yooo, davon bin ICH ganz sicher nicht betroffen. Lustig ist das keineswegs. Erhebliche physische und psychische Erkrankungen sind die Folgen. Wie immer sind auch die Influencer als selbsternannte "Experten" zur Ernährung ganz vorne mit dabei, Menschen zu schädigen. Bei manchen der Kranken führt das soweit, dass sie so gut wie nichts mehr essen, weil sie nichts und niemanden mehr vertrauen und Angst haben, das Lebensmittel wäre nicht gut für sie. Andere geben jede Kalorie in eine App ein. Die App errechnet dann, was sie zur Strafe für den zu viel getrunkenen Cappuccino machen müssen. Hey Leute, seid mir nicht böse, aber in was für einer kranken Welt leben wir eigentlich? Keine Sorge, ICH leide nicht an Orthorexie, auch wenn ich mir jetzt einen Rotbusch (Rooibos) Tee koche und dazu ein oder auch zwei mit Vollkornmehl selbstgebackene Kekse esse.

Ois Guade wünscht euch da Bäääda

#508   07.01.2023 18:00h   Manchmal ist das Leben wie ein Schachspiel
Seltsam ist es schon manchmal, wie die Dinge heutzutage laufen. Am Donnerstag war ich beim Hausarzt und der überraschte mich damit, dass er die vom Radiologen beim CT erzeugten Bilder auf seinem Rechner -aus Sicherheitsgründen- nicht aufrufen kann. Braucht er auch nicht, schließlich hat er den Befund vom Radiologen. Stimmt, sagte ich. Schließlich habe ich mir die Fotos von meinem Edelkörper schon beim Psychoman und zuhause auf dem Laptop angesehen. Nur halt ohne Befund. Dieser wiederum überraschte mich nicht wirklich. Um es abzukürzen, ein Hinweis auf Krebszellen konnte NIRGENDWO festgestellt werden. Die Nierenwerte sind inzwischen normal und strullern tue ich halt jetzt mehr mit der rechten Niere, wenn die linke schlappmacht.
Als es vor längerem wieder losging sagte ich damals schon, wie es abläuft: Blutuntersuchungen --> Ultraschall --> CT --> Magen- Darmspiegelung. Stopp! Die Spiegelung lassen wir dieses Mal ausfallen. Im Dezember 2018 kam -bei identischen Symptomen- als letztes die Spiegelung an die Reihe und es wurde ein bösartiger Tumor festgestellt. Der stand kurz vor der Vollendung, mein Leben zu beenden. Ohne auf Details einzugehen, natürlich führte ich intensive Gespräche mit allen möglichen Ärzten von Internisten über Chirurgen hin zu Onkologen. Fazit war: Nach dieser OP wird es schwierig noch etwas vom Dickdarm zu entfernen. Sollte das Vieh zurückkommen wäre ein Beutelchen an der Seite -welche den Gang auf die Keramikschüssel zum Schei… erübrigt- und eine Chemotherapie das Wahrscheinlichste. Zu beiden Möglichkeiten kam von mir ein klares Njet! Das bedeutet, wenn ich jetzt eine Spiegelung durchführen lasse, bei der tatsächlich etwas gefunden wird, stehe ich vor einer Entscheidung, die ich vielleicht gar nicht treffen möchte. Deshalb ein klares nööö zum Schlauch in den Allerwertesten und ich betrachte es als Nachwirkungen der OP und Blähungen, denen ich mit Fenchel, Anis, Kümmel zu Leibe rücke.

Das war der Grund für den heutigen Titel. Leider war ich nie ein wirklich guter Schachspieler, -es hat halt grad noch fürn Herbert gereicht ;-)- doch einige Theorien zu Eröffnungs-, Mittel- und Endspiel kannte ich schon. Es war immer das Gleiche: Bei unglaublich vielen Möglichkeiten für die nächsten Züge, gab es nur ganz wenige "richtige". Ein "falscher" Zug und oft war damit game over. Doch war es wirklich immer der "richtige oder falsche" Zug. Möglicherweise will ich gar nicht immer das "richtige" tun. Dieser Zwang, dieses enge Korsett passt mir nicht mehr so. Oft genieße ich es jetzt bewusst das "falsche" zu tun. Im Alter Anachronist gegen sich selbst zu sein, hahaha das hat doch was. Die Vorstellung ein Säckchen mit meinen Fäkalien spazieren zu tragen ist mir vollständig zuwider. Für eine Chemotherapie bin ich zu feige. Mag schon sein, dass die Krebszellen gekillt werden, doch was sonst noch? Das Gift schwächt vielleicht mein Immunsystem so sehr, dass mich jeder Muckenschiß umwirft. Wie sagte ein Onkologe zu mir: "Liegt im Bereich des Möglichen, dass sie auf Dauer ihren Geschmacksinn verlieren". Oder permanentes Taubheitsgefühl mit heftigen Zucken in den Beinen. Nööö, das ist nix fürn Bäääda. Da möchte ich mich lieber verabschieden, wie es ein amerikanischer Bestatter in einer Traueranzeige formulierte: "… er schied in blühender Gesundheit aus dem Leben…" Hahaha, ein gesunder Toter, was für eine megageile Metapher. Wichtig wäre, dass ich es rechtzeitig erfahre, um nochmal die Sau rauszulassen.
Deshalb setzte ich auch den Leitspruch vom guten, alten Epiktet rein. Noch habe ich keine Furcht vor den Vorstellungen. Wie's kommt, so kommt's. Wenn es so weit ist, werde ich mir die für mich beste Lösung einfallen lassen.

Ansonsten bin etwas desorientiert. Oft ist die Sorge für jemanden anderen belastender, als wenn es um einen selbst geht. Andererseits freue ich mich über so banale Sachen, dass ich häufig über mich selbst lache. Der Herbert, der alte Sack hat mir mit einem Stromverbrauchmessgerät einen Floh ins Ohr gesetzt. Jetzt setze ich das Ding ein, um rauszufinden wieviel Strom mein Laptop im Ruhezustand verbraucht! Bist deppert hearst, würde jetzt der Mundl im "ein echter Wiener geht nicht unter" sagen. Schade, dass es diese Sendung nicht im "KultTV" gibt. Auf diesem Sender sind u.a. ALLE Staffeln von "der Kommissar" abrufbar. Mit der ersten Staffel bin ich fast durch und es ist einfach ein Traum. Sehe ich eine Folge, wird mir bewusst in welch schöner Zeit ich aufwachsen durfte.
Der größte Knaller ist aber meine Heizdecke. Jeden Tag kommt das Ding unter die Bettdecke und wenn ich dann reinschlüpf, ist das so kuschelig, dass ich gar nicht mehr raus will. Ob ich mir einen Nachttopf aus Urgrossmutters Zeit besorgen soll, hahaha? Es ist schon krass, was alles im Alter mit einem geschieht.

Ois Guade wünscht euch da Bäääda

#507   03.01.2023 18:30h   Kaum hat's oide aufghört, fangst neie scho wieda o
Ist schon krass: Kaum an 2022 gewöhnt, muss ich jetzt 2023 schreiben. Fürs letzte Jahr gab's keine echten Vorsätze, deswegen geht es genau da weiter. Vorhaben hingegen waren vorhanden. Manche setzte ich um, manche nicht. Die ganz große Leitlinie für 2023 heißt "back to the roots". Unmittelbar gefolgt von überflüssige Geldausgaben vermeiden. Mit "back to the roots" ist gemeint, wieder zu alten Verhaltensmuster zurückzukehren. Weg von "immer alles zur Verfügung haben". Früher hat es im Dezember keine Erdbeeren gegeben und wir freuten uns auf den Frühsommer. Heute stehen sie immer zur Verfügung, dafür ist die Freude weg. Tiere hatten noch Innereien, sogar Speck war auf auf den Rippen. Es gab nicht nur Filet oder Steaks, sondern manchmal landeten Kartoffel mit Quark oder eine gute Pfannenkuchensuppe auf dem Teller.
Mein Sylvester Menü: Gefülltes Kassler im Blätterteig mit Gemüse. Sauguad und reicht mindestens 3x.
Wenn es kalt war, hat man sich warm angezogen, übers Wetter g'schimpft, aber d' Heizung nicht bis zum Anschlag aufgedreht. Bei Regen gab es einen Anorak, dann reichten fürn Weg zum Bäcker die Füße. Der SUV blieb unbenutzt! Meinem Gewicht als auch Gelenken schadet Bewegung bestimmt nicht. Wie auch immer, nach "Entlastungen" durch den Staat (also die Gemeinschaft) haben wir nicht gewinselt. 50 Mark ~ 25€ Kindergeld bekamen wir fürs erste Kind. Ob seither auch die Kosten um 1000% gestiegen sind? Eher nicht, aber das mimi, mimi, mimi bei 250€ pro Kind hört nicht auf. Als wären sie staatlich subventionierte Gebärmaschinen.
Ganz weit vorne steht die Fortsetzung vom Rückzug im digitalen Bereich der Kommunikation. Außer WhatsApp habe ich alle "sozialen" Medien in den Dornröschenschlaf geschickt. Megageiles feeling! Jetzt zu Jahresbeginn folgt eine weitere Bereinigung meiner Kontaktliste im Telefonbuch (somit auch WhatsApp). Einige wanderten zum Jahresende schon ins digitale Nirvana, jetzt folgt wie zu jedem Jahresbeginn das große Aufräumen. Wer sich übers Jahr nicht meldet und "Messages" ignoriert, hat halt keine Lust auf Kommunikation mit mir. Ach, damit kann ich gut leben. Das Telefon ist schon spürbar leichter, nachdem im Laufe der Zeit meine Kontaktliste von weit über 200 auf jetzt ca. 40 Kontakte geschrumpft ist. Weitere stehen schon auf der Aussortierliste.

Bei den überflüssigen Geldausgaben wird es schwieriger. Netflix hat sich nach oben katapultiert. Bei den Gebühren fürs Sportstudio schwanke ich noch, obwohl nicht die geringste Motivation vorhanden ist. Ein wichtiger Schritt war der Wechsel von Vodafone zu O2 im Bereich TV, Internet und Festnetz. Spart fast einen fufi monatlich. Allerdings stehen zwei sehr kostspielige Themen auf dem Plan: Reisen und Kultur. Zuerst München, danach folgt Prag. Nov/Dez ist als vage Idee endlich wieder Afrika im Kopf.
Aufwändige Ausgaben stehen bei Kultur an. Eigentlich wollte ich 2022 erneut regelmäßig in die Oper/Philharmonie. Doch zuerst war Maskenzwang, dann nichts im Programm, was mich interessierte. Das Titelbild stammt vom diesjährigen Sylvester Konzert der Berliner Philharmoniker mit Jonas Kaufmann als Gasttenor. Das hätte mich interessiert, aber dafür eine Karte zu erhalten, kommt einem Lottohauptgewinn gleich. Bestimmt hätte ich es mir ohnehin nicht leisten können. Deshalb war ARTE Concert angesagt. Das ist wahre Kunst, was die Musikanten ablieferten. Als Kaufmann aus Mascagnis - Cavalleria rusticana "Mamma, quel vino e generoso" sang, muss jemand Tränengas in mein Wohnzimmer gesprüht habe. Rotz und Wasser heulte ich, als sich der Sohn von seiner Mama verabschiedete, bevor er getötet wurde. Kaufmann interpretierte es derart gut, dass selbst ich erkannte, warum er ganz oben in der Weltrangliste steht.

Übermorgen wird es spannend. Da erzählt mir der Doc was beim CT am 19.12.2022 festgestellt wurde. Nachdem ich mir die Bilder auf der Webseite des Radiologen ansah, stimme ich meinem Psychoman zu: "Die Wirbelsäule ist im Arsch". Allerdings ist das seit 45 Jahren bekannt. Seine Ansage zum Bauch "Ich kann nichts malignomsuspektes erkennen" kann politisch sein. Entweder stimmt es oder er möchte kein Überbringer von schlechten Nachrichten sein. Schaun mer moi, dann segn mas scho.
Jetzt geht es auf die Couch, da wartet ein spannender Roman auf mich und morgen verlasse ich die Wohnung nicht, sondern schreibe an meiner Lebensgeschichte weiter.

Ois Guade wünscht euch da Bäääda

#506   30.12.2022 18:00h   Alt zu werden ist nur beschissen.
Der heutige Titel wurde bestimmt schon tausendfach "erfunden", somit erübrigen sich irgendwelche Urheberansprüche. Folgendes Zitat hingegen ist von Johann Wolfgang von Goethe - Zahme Xenien: "Keine Kunst ist’s, alt zu werden. Es ist Kunst, es zu ertragen".
Keine Sorge, viel Jammern tue ich nicht. Es ist nur ein Erkennen der Realität und daraus folgend meine Zukunftsaussichten. Wenn ich dann von Alzheimer oder so betroffen bin und meine Briefe an die Erinnerung lese, kann ich entscheiden, ob der Kerl recht hatte oder nicht.
Was heißt schon alt werden? Von Geburt an werden wir täglich älter, solange bis wir uns vom diesseits verabschieden. Dazwischen liegen höchst erfreuliche Ereignisse, wie die erste Leberkässemmel, das erste Techtelmechtel, Volljährigkeit usw. Spannend wird es, wenn das Älterwerden ins Altsein wechselt.
Der Spruch: "Du bist so alt wie du dich fühlst" ist eine Phrase und ziemlich blödsinnig. Selbst als ich vor gar nicht langer Zeit mit sehr jungen Menschen der Berliner Nachtclubszene unterwegs war, in Afrika mit Pygmäen durchs Gebüsch kroch, 6x die Woche Fitness betrieb und mich fühlte, als wäre ich 25, waren meine Gelenke, Reaktionszeiten, Zipperlein die eines alten Knackers. So viel zum Thema fühlen. Interessant beim "jung fühlen" ist wie unterschiedlich die Gesellschaft das sieht. Für die meisten in meinem Umfeld war ich einfach "a oider Depp" in der Midlife-Crisis. Wenn dagegen ein 71-jähriger Schauspieler (Heinz Hoenig) mit einer 33 Jahre jüngeren Frau Kinder zeugt -im Alter von 69 und 71 Jahren Vater wird- ist das ein starker Typ, der's draufhat. Schon witzig wie unterschiedlich die Wahrnehmung zum Thema Alter ist.

Eine schockierende Nachricht aus dem Familienkreis veranlasste mich über meine Zukunftsperspektive nachzudenken.
Finanziell sollte es -bei nicht allzu hohen Ansprüchen- reichen. Altersarmut wird mich wahrscheinlich nicht treffen. Meine Wohnung gefällt mir. Andere Meinungen dazu interessieren mich -solange ich allein darin hause- nicht. Trotz der gerade anstehenden Mieterhöhung sowie explodierenden Energiekosten werde ich hin und wieder die Heizung andrehen, als auch den Fernseher in Betrieb nehmen können. Manchmal wird sicher ein Steak in der Pfanne landen, nicht nur Wasser und altes Brot auf dem Tisch liegen.

Ein weiteres Thema, das "uns Alten" immer wieder vor Augen geführt wird, ist Einsamkeit. Manchmal denke ich, dass diese kundtuenden "Experten" also Psychologen, Soziologen sowie andere ologen noch in der Welt von vorgestern leben. Damals waren große Familienverbände üblich. Wenn sich die (Ur)Enkel, Kinder, Nichten usw. lediglich an Ostern oder Weihnachten an "die Alten" erinnerten, fühlten sich bestimmte einige Menschen einsam bzw. eher enttäuscht. In meiner Generation kenne ich niemanden, der über Einsamkeit klagt. Wir sind nicht nur mit den neuen technischen (Internet, Mail, WhatsApp, Insta…) Möglichkeiten aufgewachsen, nööö WIR haben es erfunden. Dass Herr Zuckerberg das Gesichtsbuch bastelte, ist unerheblich. "Die Alten" kamen schon vorher klar und heute weiß jede Oma, jeder Opa, wie Fotos, Stories etc. der weit verstreuten Familie auf dem Tab oder Laptopschirm auftauchen. Wenn man den Umfragen glauben darf, sind es eher "die Jungen", welche sich einsam fühlen. Naja, ein TikTok Filmchen ersetzt halt nicht den guten, alten Freund. Bei mir selbst ist der Fall ohnehin ganz anders gelagert.
Seit Jahren ziehe ich mich freiwillig immer weiter zurück. Ein Familienmensch war ich noch nie und das ist auch gut so. Ich bin für mich allein verantwortlich und möchte auch keine Verantwortung für jemanden anderen übernehmen. In meiner afrikanischen Sturm- und Drangphase war ich des Öfteren mit jungen alleinerziehenden Frauen liiert. Jedes Mal spürte ich schon nach kurzer Zeit wie belastend das wird, plötzlich nicht mehr ein freies, selbstbestimmtes Leben zu führen. Damals nicht, heute schon, verstehe ich was meine Ex-Frau mit der Frage meinte, ob ich wirklich bereit bin, Freiheit gegen eine ganze Familie einzutauschen. Nichts gegen Beziehungen, aber mit Anhang? Wie gesagt, damals lachte ich herzhaft, heute sehe ich es komplett anders. Warum sollte ich die paar Jahre, die mir noch bleiben, mit den Sorgen einer Familie teilen? Sicher fühle ich mich manchmal allein, doch glücklicherweise noch nie einsam. Im Alter lernte ich, mich mit mir selbst zu beschäftigen.

So weit so gut, scheint ja alles zu passen. Warum ist dann das Altwerden beschissen? Zur Erinnerung: Es ist MEINE Meinung ohne Anspruch auf umfassende Akzeptanz. Wenn ich mich mit einem Kfz vergleiche, sind 4 mehr oder weniger gut reparierte Totalschäden feststellen. Wirbelsäule, Lunge, Herz, Dickdarm in chronologischer Reihenfolge. Diese Schäden sind nicht das eigentliche Problem, denn wenn da etwas passiert, schießt Adrenalin ins Blut und es wird gegen Gevatter Tod gekämpft. Bisher hatte ich schon mehrmals das "Vergnügen" und ging noch nie als Verlierer vom Platz.
Nööö, es sind kleine Boshaftigkeiten, Gemeinheiten, die sich einstellen. Dieses Gefühl schon alles erlebt zu haben, nichts Wesentliches passiert mehr. Das ist eine dieser Tücken. Wie viele Länder mit historischen Altstädten soll ich noch besuchen. Irgendwie sehen die alle gleich aus. Welche exotischen Speisen in verrückten Restaurants werde ich noch verköstigen? "Alles" schon getestet. Zu frittierter Riesenvogelspinne aus Kambodscha fehlt mir momentan der Appetit.
Wie sagte einst eine von den oben angeführten afrikanischen ladies in einer kontrovers geführten Diskussion treffend zu mir: "Peter, du hast dein Leben schon gelebt, ich hingegen möchte das alles noch erleben". Yooo, so ist es.

Viel schlimmer als diese vermeintliche Langeweile sind jedoch die nahezu täglich wachsenden Zipperlein. Die "Hilflosigkeit" wächst fortwährend. Z.B. sind Gelenke in Daumen, Knie abgenutzt, da hilft auch keine Hagebutte mehr. Kleinigkeiten, aber schmerzhaft. Es erschwert Hose hochziehen ebenso wie aufs Fahrrad zu steigen. Das Knarzen am Morgen, wenn ich aus dem Bett klettere, ist hörbar. Manchmal gehe ich schon arg gebeugt vor Steifheit zur Sozialkeramik. Das und noch viel mehr zeigt mir auf, wo es hinführt. Wann kommt der Zeitpunkt, dass ich Rewe Lieferdienst anrufe, weil Treppe hochzugehen zu anstrengend ist?
Wann beginnt der Verlust der Persönlichkeit, wenn jemand vor dir steht und freundlich, mitleidig lächelnd fragt: "Na, wie geht es UNS denn heute"? Ist mir scheißegal und ich habe auch keine Ahnung wie es der Person geht. MIR geht es so oder so!
Wann beginnt der Verlust der Würde? Die Vorstellung, dass jemand außer mir meinen Allerwersten abwischt, treibt den Schweiß auf die Stirn. Danach folgt die 3,8 Liter Windel, welche 1x in 24 Stunden gewechselt wird. Mein Leben wird im Bett stattfinden, mit Essenseingabe und Sabber abwischen. Nööö, liebe Freunde, das will ich nicht!

Derzeit ist dieses Horrorszenario noch meilenweit weg. Die Lebenslust ist hoch und es ist auch ein Zeichen von Lebensfreude täglich eines seiner Lieblingscafés aufzusuchen, ein bisschen Smalltalk zu führen und Menschen beobachten. Wenn ich dabei den knackigen Po einer jungen Frau zu sehen bekomme, freue ich mich umso mehr, dass im Alter die Fantasie nicht verschwindet. Wie gesagt, noch ist es ein Albtraum. Doch es kann schnell geschehen, dass die Welt auf den Kopf steht. Darauf möchte ich vorbereitet sein und hoffe inständig, dass ich dann mutig genug bin, die für mich beste Entscheidung zu treffen. Niemand hat mich gefragt, ob ich in diese Welt eintreten möchte. Deshalb nehme ich mir das Recht zu entscheiden, wann ich mich verabschiede.

Vorerst halte ich mich jedoch an den Spruch des Jahres! Gestern erwähnte ich in einem Telefonat mit einer mir nahestehenden Person: "Jetzt ist es so weit, dass das Neue Jahr beginnt". Ihre Antwort war: "Ja, mal sehen was uns 2023 anbietet". Yooo, ich werde mal sehen, was mir das Leben anbietet.

Ois Guade wünscht euch da Bäääda

#505   26.12.2022 18:30h   Langsam wird es bedenklich!
Eigentlich wollte ich einen umfassenden Jahresrückblick schreiben, doch leider fehlt mir die Inspiration dazu. Meine Gedanken sind derzeit etwas unsortiert, weil ich eine -die Familie betreffende- Nachricht erhalten habe, die mich belastet. Es gäbe ohnehin -je nach Betrachtungsweise- nur wenig zu erzählen. Corona und der Bundesclown Lauterbach treiben weiter ihr Unwesen, Sonnyboy Habeck sorgte für den Spruch des Jahres als er sagte, dass wenn jemand nicht mehr atmet, nicht tot ist und ich bin mit meinem Gewichtsabnahmeprojekt massiv gescheitert.

Aber nachdem ich speziell in diesem Jahr keinen Sport dafür häufiger geschlemmt habe, verblüfft mich das überhaupt nicht. Das Foto zeigt mein diesjähriges Weihnachtsmenü: Filet vom Pferd mit handgemachten Safrannudeln und gegrillten Pilzen. Kann sagen: Dös war sauguad!
Allerdings sehe ich es nicht ganz so streng. 13 Kilo weniger sind es trotzdem und es hat eigentlich das bestätigt, was ich vermutete. Man nimmt so lange ab, solange man konsequent die Kalorienzufuhr reduziert UND dazu Sport treibt. Nach meiner Herzoperation habe ich mit Sport aufgehört und trotz Kalorienreduktion wieder zugenommen. Mein derzeitiges Gewicht ist wahrscheinlich das "biologisch" vorgesehene. Natürlich dachte ich öfters darüber nach, wieder konsequenter zu sein um dann zu entscheiden: Blödsinn! Diese Scheißquälerei (und bitte verschont mich mit "Endorphinen") soll ich ein Leben lang durchziehen, um ein bestimmtes Gewicht zu halten? Nööö, ein paar Jahre früher ins Nirvana aber vorher genießen, passt eher zu mir.

Ein paar Ausflüge waren auch dieses Jahr dabei, leider war der Görlitz Besuch nicht der Überflieger. Nächstes Jahr stehen München (Herbert denk daran, dass wir Jubiläum haben) und Prag ganz oben auf der Agenda. Ansonsten standen einige nervige Ereignisse auf Jahreskarte. Corona, Ukraine, Klimaterroristen und Energie gingen mir ja noch einigermaßen am Gesäß vorbei, aber die Betriebskostennachzahlung und die Ankündigung meines Vermieters, die Miete erhöhen zu wollen, das gefällt mir überhaupt nicht. Anderseits hat der Typ 15 Jahre stillgehalten, somit kann ich es schon nachvollziehen.
Doch all das stimmt mich nicht bedenklich, wie ich es in der Überschrift schrieb. Es ist meine "depressive" Grundstimmung, die mir Sorgen macht. Vor allem, weil ich keine Idee habe, wie ich da wieder rauskomme. Es ist für mich auch nicht depressiv oder ähnliches, sondern einfach eine realistische Einschätzung und daraus folgend meine Zukunftsperspektive. Davon schreibe ich jetzt nichts mehr, sondern wahrscheinlich erst nächstes Jahr. Hätte ich beinahe vergessen: Am 24.12.2022 um 10:56h und 29 Sekunden war der 100.000 Besucher auf meinem Blog. Meine Klicks, Roboter und Tracker nicht mitgerechnet. Ein paar lesen mein Geschreibsl für später anscheinend doch.
Mein Abendessen in Form von Joghurt mit Orange ist ebenso nicht geeignet, mich zu Jubelstürmen zu animieren.

Ois Guade wünscht euch da Bäääda

#504   23.12.2022 08:00h   Nicht immer ist es wie es zu sein scheint.

Wie oft ärgert man sich über Kleinigkeiten? Wie oft macht man völlig überflüssige Dinge? Wie oft beharrt man auf "sein" Recht?
Ein Telefonat, eine Mail, ein paar Zeilen und plötzlich sieht man wie unsinnig das ist. Das Leben ist viel zu wertvoll um es so unnütz zu vergeuden!

Frohe Weihnachten Merry Christmas Feliz Navidad Glædelig jul Selamat Hari Natal

und


Ois Guade wünscht euch da Bäääda