Ja mei sagt der Goggolori und schwingt sich von Kronleuchter zu Kronleuchter. Was für den Goggolori –im Gegensatz zu The Old Man UND Astutuli- nur sehr selten zutrifft. Aber jetzt ist es wieder einmal so weit.

Er versucht zu erforschen warum er so ist, wie er ist. Und kausal verantwortlich dafür ist dieser Blog. Bereits zu Zeiten von Bääädas Homepage sollte es mehr eine Psychotherapie darstellen um sich den Frust von der Seele zu schreiben. Dann kam Kritik bezüglich keine Kommentarfunktion u. a. m. und aus Bäääda wurde Goggolori und aus der HP ein Blog! Gefällt mir jetzt ehrlich gesagt viel besser.

Doch jetzt kommt es. Seither ist der Goggolori dabei, möglichst viele Besucher auf den Blog zu locken, auf Facebook sind es schon wieder fast 300 „Freunde“ und Gruppen mit 10.000 Usern. Von den Blogverzeichnissen gar nicht zu sprechen. 1 Jahr soll es dauern, bis man bekannt wird. Die Themen sind eher selten auf seine Psyche ausgelegt, sondern mehr auf das, was den Leuten, die er gar nicht kennt, gefallen könnte, damit sie es anklicken.

DAS MUSS SICH ÄNDERN!

Insbesondere da ich nebenbei richtig gute Bücher psychologischen Inhalts lese!

@Sepp Besenwiesler:

Wenn du es nicht gesehen hast (lief im Juli auf Arte), schau in den Netzwindungen nach der Doku „Mein genetisches Ich“. Eine dänische Journalistin und promovierte Neurobiologin wollte herausfinden worauf ihr Verhalten begründet ist und lies u. a. einen genetisches Stammbaum anfertigen und sprach mit führenden Wissenschaftlern darüber. SUPER!

Für mich blieben vorerst zwei Fragen, die mich geraume Zeit nachdenken lassen werden:

Habe ich das Bedürfnis das Leben zu spüren? und

bin ich ein freundlicher Psychopath?

Parallel dazu beschäftige ich mit dem Buch „Die halbe Wahrheit ist die beste Lüge“ wirklich aufschlussreich was Ehrlichkeit und Moral meint und bedeutet. Interessante Experimente.

Dann natürlich auch noch mein seit Jahrzehnten vorhandenes Problem: Was ist Angst und welche Angst ist in mir.

Wenigstens glaube ich jetzt zu erkennen, dass ich nach den 4 Grundformen der Angst eine

schizoide UND hysterische Persönlichkeitsstruktur habe.

Weder die depressive noch die zwanghafte Persönlichkeit sehe ich bei mir gegeben. Zwanghaft (Angst vor der Wandlung) vielleicht in geringen Ansätzen.

Für „meine“ Zwei würde das die Angst vor der Selbsthingabe (als ICH-Verlust und Abhängigkeit wahrgenommen) und die Angst vor der Notwendigkeit (als Endgültigkeit und Unfreiheit wahrgenommen) erklären. Warum ich dann aber trotzdem -zwar immer schwächer aber vorhanden- den Wunsch nach einer Beziehung (schizoid?) verspüre ist mir noch nicht klar. Ich denke es ist doch auch Umgebungsdruck.

Andererseits sehe ich mich in letzter Zeit immer mehr bestätigt, dass die allermeisten in Beziehung lebender Menschen eigentlich nur aus rationalen und nur wenig aus emotionalen Gründen zusammen leben. Ebenso das Gründen einer Familie hat sich erheblich zu früher geändert.

Spannend wird für mich auf Dauer der Verzicht auf Sex mit anderen Menschen. Aber da ich jetzt doch schon ein paar Tagen darauf verzichte, stelle ich fest, dass das Abwägen ob ich das überhaupt noch anstreben soll, auch mehr in Richtung Verzicht geht. Der Aufwand (Betten überziehen, Frühstück, höflich sein) übersteigt den Nutzen –speziell wenn keine neuen Wünsche hinsichtlich der Praktiken vorhanden sind-. Nach annähernd 40 Jahre Praxis ist die Erwartungshaltung, die große Sensation zu erleben, eher gering und häufig mit Mühen verbunden.

Naja jetzt muss ich was Essen, das hat ganz sicher einen Nutzen!

Ps: Auch wenn für The Old Man “Nathan der Weise“ eher enttäuschend war, beginnt Goggolori intensiv über Toleranz und was das eigentlich sein soll oder bedeutet nachzudenken. Sicher ist nur, dass dieser Begriff sehr stark überstrapaziert wird und ich denke, dass die wenigsten Menschen –besonders diejenigen, die diesen Begriff am häufigsten verwenden- definieren können, was Toleranz eigentlich bedeutet.

Guad Nacht!

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