In schöner Regelmäßigkeit werden die immer gleichen Themen von den Medien hochgespielt und breitgetreten. Jetzt sind gerade die armen, armen Kinder dran. Wenn Schule schon um 08:00h beginnt, dann nimmt das Drama seinen Anfang. Von Biorhythmusstörungen über Konzentrationsschwäche bis hin (Achtung Satire) zur lebenslangen posttraumatischen Belastungsstörung, reichen die Schäden, die durch diesen abartig frühen Schulbeginn ausgelöst werden. Und natürlich werden dann ein paar unendlich erschöpfte und von der Schlafkrankheit befallene Kids medienwirksam vor der Kamera platziert.

Verdammte Scheiße nochmal! Hört endlich mit dem Unfug auf, sondern, liebe Eltern, lasst mal etwas Fürsorge walten. Nicht jeder noch so bescheuerte Kurs muss belegt werden. Weder XBox oder Playstation, Facebook oder WhatsApp müssen bis mitten in der Nacht gespielt werden. Und 12-jährigen sollte man klarmachen können, dass man morgens nicht 2 Stunden mit Schminken verbringen muss, damit man megafresh in der Schulbank sitzt.

Zig Generationen vorher schafften das und ich bin felsenfest davon überzeugt, dass diese Generationen mehr Bildung ins Leben mitnahmen als die heutigen Schulabgänger. Oder wie schon Albert Einstein sagte: „Jeder Narr kann wissen. Doch der Punkt ist, zu verstehen!“

Das nächste Lieblingsthema der Medien sind die armen UND kranken Alten. Altersarmut ist ja immer schon ein wunderschönes Thema, wenn gerade die Partei am Ruder sitzt, die der Chefredaktion nicht passt. Wenn das gerade nicht zieht, dann macht man sie krank, die Alten. Das Gesundheitswesen ist ja auch ein schöner Aufreißer, um ein paar mehr Zuschauerklicks zu erhalten. Das letzte Alten-Horrorszenario -wenn alle Stricke reißen- sind dann Vereinsamung und Angstpsychosen.

Seit der Diagnose „Krebs“ habe ich viele Senioren getroffen, denn Krebs ist nun mal eher was für Ältere. Darunter viele die allein leben und genauso viele die in einer Beziehung sind oder bei der Familie wohnen. Bisher konnte ich keine gravierenden Unterschiede feststellen, welche Menschen ihr Leben zufriedener gestalten. Ich denke viele verwechseln „allein sein“ mit Einsamkeit.

Ebenso verhält es sich mit der Angst. Klar ist Krebs eine ernst zunehmende Bedrohung, doch mir erscheint es -wie auch vielen Anderen nach den Gesprächen die ich hatte-, dass das Umfeld mehr Stress damit hat, als der Betroffene selbst. Nun es gibt Menschen, die selbst beim leichten Blätter-Rauschen eines Baumes schon die nächste Naturkatastrophe im Anmarsch sehen und es gibt andere Menschen, denen selbst das Beben des Bodens noch keine Angst macht.

Für mich zählt nur, dass mir ein Zuviel an Sorgen, Ängsten und Bekümmernissen das Leben vermiest und dafür ist es zu schön, um es so zu verbringen. Deshalb würde ich mich freuen, wenn den Medienfritzen vielleicht weniger an der Effekthascherei und etwas mehr an seriöser Berichterstattung gelegen wäre.

Morgen soll es sonnig und warm werden und ich weiß schon, dass ich einen schönen Tag verbringen werde. Haltet die Ohren steif und macht es genauso, sagt the scary old man.

  Mehr aus meinem realen privaten Leben, hier im E-Book „Erinnerungen“ mit mp3 files.

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