Bevor ich mit den heutigen „Glückspunkten“ loslege, sage ich euch, was für mich auch Glück ist: Dass ich einfach mal schnell (wie am Sonntag, 17.03.2019) nach Frankfurt a. d. Oder / Slubice / Küstrin fahren kann und dabei interessante Sachen kennenlernen durfte und auch noch eine prächtige Naturlandschaft sah.

Allerdings muss ich sagen, dass mir die „auf der Straße“ angetroffenen Menschen in Frankfurt nicht sonderlich zusagten. Karl Lagerfeld hätte angenommen, dass nicht EIN Mensch, sondern die Bewohner einer ganzen Stadt die Kontrolle über ihr Leben verloren hatten, so viele Jogginghosen wie hier rumliefen. Aber das will ich nicht vertiefen. Per Zufall stieß ich auf eine, in einer großen Kirche stattfindenden, „Handwerksmesse“ und die Handwerker hatten es wirklich drauf. Und das Beste: Es gibt tatsächlich noch echte Metzger, die wissen, wie man gute Wurst produziert. Eine Ladung davon landete im Auto. Nun zum Thema:

Derzeit gibt es um die 15 Millionen an Krebs Erkrankte weltweit. Diese Zahl wird in den nächsten Jahren noch deutlich ansteigen. Ich habe inzwischen einige von diesen Leuten kennengelernt. Oft bewegt sich ihr Leben zwischen Hoffnung und Verzweiflung, gemeinsam ist jedoch allen, dass ihnen jemand riet: „Du musst positiv denken, das wird dir helfen“.

Dadurch wird Hoffnung (ein positiver Geisteszustand) instrumentalisiert. Auf deutsch: „Wenn du nur richtig denkst, wirst du den Krebs besiegen und dein Leben wieder genießen können.“ So wird Hoffnung mit Heilung verbunden. Patienten -deren Tumorerkrankung im fortgeschrittenen Stadium ist, obwohl sie die Ratschläge und Methoden der Positiven Psychologie befolgten und umsetzten- werden dadurch unter Druck gesetzt und empfinden oft tiefe Scham, weil sie den Ratgeber oder Therapeuten enttäuscht haben. Ihre Belastung wird durch ihr „Versagen“ noch verstärkt.

Das Glücksfazit lautet:

Autogenes Training, menschlicher Beistand, Meditation u.a.m. können Krebskranke helfen, eine höhere Lebensqualität genießen zu können.

Das ist nicht dasselbe wie die Verpflichtung zum positiven Denken! Diese ist inzwischen zu einem Zwang, zu einer Tyrannei geworden!

Die Hoffnung auf Heilung ist nicht die einzige Hoffnung. Auch die Hoffnung auf einen sinnvollen Tod kann ein legitimes Ziel sein, wenn die Zeit gekommen ist.

Ähnlich verhält es sich bei Schwermut und Trauer. Das sind normale und gesunde Gefühle. Doch manche Regierungen verfolgen die politische Idee, es könne ein Recht auf Glück geben. Das ist Humbug und könnte dazu führen, dass es eine soziale Verpflichtung zum Glücklichsein geben könnte. Glück ist die Sorge jeden Einzelnen und ist wünschenswert, aber nicht vorgeschrieben. Sicher kann echte, tiefe Trauer, wenn sie offensichtlich nichts mit den Ereignissen im Leben zu tun hat, in eine Depression führen und Hilfe notwendig machen lassen. Aber die kreative und gesunde Form der Trauer sollten wir akzeptieren.

Zurück zum Glück. Am einfachsten ist es aufzuhören, Dinge zu tun, die uns unglücklich machen. Dazu gehört auch sich selbst zu hinterfragen: „Suche ich verzweifelt nach Liebe und Anerkennung?, trinke und esse ich zuviel?, will ich meinen Willen mit Gewalt durchsetzen?….“. Was man aus meiner Sicht UNBEDINGT lassen sollte ist Vergleiche zu ziehen. Neid und Missgunst sind zerstörerische Gefühle, die dem eigenen Glück schaden.

Das Glücksfazit lautet:

Betrachte Glück nicht als dein Recht und befreie dich von sozialen Zwängen.

Nimm etwas Trauer und Leid im Leben als gegeben hin und manchmal als etwas Wertvolles an.

Hör auf Dinge zu tun, die dich unglücklich machen und denk nicht ständig über dein eigenes Glück nach.

Über Glück und den Stand der Forschung könnte ich noch tagelang schreiben, doch jetzt werde ich versuchen, das 4. Kapitel meiner Erinnerungen zu Ende zu schreiben. Allerdings sind die fehlenden 3 Beiträge schon etwas heftig.

  Mehr aus meinem realen privaten Leben, hier im E-Book „Erinnerungen“ mit mp3 files.

Adios Freunde und nicht vergessen: Sich immer der Sonnenseite des Lebens zuwenden

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