Nachdem ich gestern (zurecht) gleich 2x einen Einlauf hinsichtlich meines Blogs bekommen habe, bin ich tief in mich gegangen und habe nachdacht, was an der Kritik dran ist. Nun meine Gemütslage ist derzeit nun einmal ziemlich besch…. Dass mein Arbeitgeber massive Zukunftsängste in mir schürt und mit seinem schäbigen Verhalten meinen Glauben an Respekt, Vertrauen und Korrektheit zerstört hat und zudem meine gut vergrabenen Traumata an die Oberfläche geholt hat, kann ich nicht ändern.

Dass der Krebs noch ziemlich präsent im Oberstübchen ist, das Thema Chemo nicht ganz so einfach ist wie z.B. ein Nasenspray verwenden oder nicht und mir meine anderen körperlichen Dellen auch nicht gerade Freude bereiten, ist nun einmal so. Ich gehe jetzt trotz aller Zuversicht nicht davon aus, dass sich da noch mal etwas ändern wird.

Der erste (sehr höfliche, diplomatische, so dass es gar nicht wie Kritik aussieht) Hinweis kam von meinem großem (oder sagen wir besser NOCH 🙂 älteren) Bruder der meinte, dass er sich über meine positiven (Evelyne) Beiträge viel mehr freut, als meine schwarzen Rambo postings.

Nun Recht hat er. Aber wie schon öfters dargelegt ist es MEIN Blog, mein Tagebuch und ich schreibe den Ärger aus mir raus. Doch nach kurzer Zeit des Nachdenkens fiel mir auf, dass es mich ja gar nicht ärgert. Schon seit geraumer Zeit gehe ich dazu über, alles was mich im Umfeld nervt, zu ignorieren oder zu blockieren. Auch die beschriebene Situation mit den Einkaufswägen traue ich mir zu mit allen Möglichkeiten -aggressiv, höflich, lustig, etc.- zu bereinigen.

Genauso stellte ich fest, dass mir die Geschichte mit Evelyne aufzuschreiben, selbst deutlich mehr Spaß machte und meine trübe Stimmung zumindest für ein paar Stunden verschwunden war. Klar wird das nicht aus Scheiße Pudding machen, aber besser als nichts ist es allemal.

Die zweite Kopfnuss kam von Herrn Besenwiesler. Er kritisierte die langweilige, monotone Art wie ich die Beiträge als Audiofile verbreite. Recht hat er. Der Ablauf ist wieder einmal ein typischer Bäääda. Das Erstellen des MP3 läuft halt ab wie ein Algorithmus und weil ich keine Lust auf hochwertiges technisches Equipment habe, gestaltet sich die Erstellung etwas schräg. Doch den eigentlichen Punkt, dass ich ja weder 1zu1 ablesen muss noch dass irgendeine Betonung/Rhetorik vorgegeben ist, das habe ich nicht beachtet. Sehr geehrter Herr Besenwiesler, das wird geändert.

Zusätzlich möchte ich mich, für das unabhängig vom Blog geführte, Gespräch bedanken. Das war außerordentlich hilfreich, insbesondere was den Krebs anbelangt und unterstützt mich sehr in meiner Entscheidungsfindung. Dankeschön!

Die Konsequenz aus der Kritik und meines Nachdenkens ist:

nach Möglichkeit positive G’schichterln, vielleicht auch aus der Vergangenheit, sozusagen ein „Erinnerungen2“ mit ein paar Sachen die es nicht in die erste Liga der Erinnerungen geschafft haben.

Verbesserung der Audio Beiträge

Trotz „grau in grau“ nach vorne blicken, auch um nicht andere runter zu ziehen. Denn obwohl den Blog keiner liest, weiß doch jeder was drinsteht. Das ist das sog. Lindenstraße Symptom. Und hierzu gleich eine positive Nachricht: Diese Schwachsinns Soap Opera wird (oder ist schon??) demnächst eingestellt!

Unabhängig vom Inhalt, denke ich massiv darüber nach, den Blog weg von WordPress wieder „back to the roots“ zu führen. Also alle Beiträge (Seiten) komplett selbst zu programmieren. WP nervt immer mehr und macht immer stärkere Einschränkungen hinsichtlich Layout und der neue Editor nervt zusätzlich. Das Problem und dafür werde ich wohl keine technische Lösung finden, sind die Kommentare. Das ist mir zu aufwändig, es selbst zu programmieren und das früher (und jetzt bei Erinnerungen eingesetzte) Gästebuch ist halt nicht so komfortabel. Andererseits denke ich, sind die paar, die bisher Kommentare schreiben auch in der Lage mit Copy & Paste zu arbeiten.

Mal sehen was ich mache, was definitiv die nächste Zeit passieren kann ist, dass ein paar links nicht mehr wie gewohnt funktionieren, weil eine strukturelle Änderung werde ich vornehmen und Fehler machen ja immer nur die anderen 🙂

Nachtrag: Vielleicht kombiniere ich auch alles zu einem Gesamtwerk (Blog, Erinnerungen und Genussbayer) zumindest 3-4 Beiträge vom Genussbayer im Jahr, lohnen nicht eine eigene Domäne zu betreiben.

Mehr aus meinem realen privaten Leben, hier im E-Book „Erinnerungen“ mit mp3 files.

Adios Freunde und nicht vergessen: Sich immer der Sonnenseite des Lebens zuwenden

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