UPDATE!

Wer mich kennt oder mir nahesteht und selbst diejenigen, die lediglich den Blog verfolgten, sollten erkannt haben, dass es in den letzten ca. 9 Monaten knüppelhart auf mich herunter prasselte. Im Sommer monatelang diese grässliche Bronchitis und schon seit November 2017 wuchsen die Bauchschmerzen. Ich fühlte bereits bevor ich die Diagnose bekam, dass es Zeit zum Nachdenken ist. Als i-Tüpfelchen dann der Ärger mit meinem Arbeitgeber.

Für 30 Tage kopierte ich Mr. Apple – Steve Jobs – und machte mir eine Liste mit zwei Spalten JA / NEIN und 30 Zeilen. Die Überschrift lautete: Hat dich der Tag heute zufrieden gestellt? Fortan machte ich in der jeweiligen Spalte ein Kreuzchen und am Ende sah ich, dass die Neins mit über 68% überwiegten und teilweise 5 X Nein in Reihenfolge waren. Joaaa, time to change!

Als ich dann so nachdachte was ich denn ändern möchte, wurde mir klar, dass ich zuerst feststellen sollte, was eigentlich wirklich für mich zählt, was von Belang für mich ist. Yoooo, bleibt ganz schön wenig übrig, wenn ich so vergleiche was ich mit 20, 30, 40 Jahren meinte was von Bedeutung ist. Das Schöne daran ist, dass mich dadurch unendlich frei finde und mich nicht mehr irgendeinem Druck ausgesetzt fühle. Ich muss weder mir, geschweige denn irgendjemanden anderen etwas beweisen.

Was für mich zählt ist,

am Morgen aufzuwachen und ganz hoch oben – fast an der Decke – das verschmitzte Lächeln von Meister Yoda zu sehen;

in der Küche den Kaffee zu machen und draußen die Spatzen und Meisen geschäftig hin und her fliegen zu sehen;

jeden Tag auf neue Menschen zu treffen und eine kleine Konversation zu führen;

keinen Ärger und Stress mehr zu haben, weg mit all den Intrigen und Feindseligkeiten, Unehrlichkeiten und Eifersüchteleien;

das Lachen und Geschnatter von den Kids auf dem Weg zur Kita;

dass mir – trotz meiner sehr ernst zu nehmenden Erkrankung – genug Mobilität bleibt;

dass ich lesen kann und dadurch viel lerne und viel Erfahrungswerte unterschiedlichster Menschen erhalte;

dass mich vieles fröhlich stimmt und zum Lachen bringt;

dass ich inzwischen mit wenig und sehr einfachem zufrieden bin und dabei nichts vermisse, sondern im Gegenteil mich sehr wohl fühle;

dass ich schon sehr viel erleben durfte, negatives wie positives und dass ich fest überzeugt bin, dass die dunkelgrauen Wolken irgendwann wieder verschwinden werden;

Es gäbe noch vieles was ich aufführen könnte, denn solch kleine Dinge sind es, die mich zufrieden machen. Nicht die big events oder die großen Urlaubsreisen, dicken Autos, Filetsteaks etc. führen dich zum glücklich sein, diese sind temporär, sozusagen virtuell.

Von Bedeutung für mich ist,

dass es Menschen gibt, die ich mag und zu denen ich Vertrauen habe;

dass jeder Tag etwas Neues bringt und ich mir das Gute davon behalte;

dass ich noch Wünsche, Ziele und Begehrlichkeiten habe. Ob ich sie erreiche oder umsetze spielt dabei keine Rolle. Meine so sehr erträumte Abenteuer-Afrikareise durch Sambia, Botswana und Namibia wird wohl nichts mehr werden. So what?;

dass ich meine Meinung sagen kann, manchmal weichgespült, manchmal hart, aber immer ehrlich. Wem es nicht gefällt, soll mich meiden;

dass ich noch fühle und noch Empathie empfinden kann und nicht nur was vorheucheln muss;

Was ich unbedingt will ist,

die Krankheit zu besiegen;

endlich wieder für Vitalität zu sorgen und endlich -wie schon jahrelang geplant – die Ernährung umzustellen. Ohne irgendwelchen Schnick-Schnack oder Megatrend, sich einfach so wie in den 1950er Jahren zu ernähren. Ich denke das war wirklich das Optimale;

noch mehr entrümpeln, äußerlich wie innerlich;

unbedingt die Büchse der Pandora in meinem Kopf, die mein Arbeitgeber leider geöffnet hat, wieder zu schließen. Es ist nicht leicht jeden Tag und jede Nacht mit den Geistern der Vergangenheit zu kämpfen und zu leben.

Am 14.02. geht’s los und dann wird erst mal 2 Wochen Pause auf dem Blog und den Erinnerungen sein. Deshalb schon heute ein fröhliches HollaReiDulliHöh und bis bald!

Mehr aus meinem realen privaten Leben, hier im E-Book „Erinnerungen“ mit mp3 files.

Adios Freunde und nicht vergessen: Sich immer der Sonnenseite des Lebens zuwenden

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