Im letzten Beitrag schrieb ich über die Superprimaten, die ihr Leben nicht positiv gestalten. Nun da ich selbst ein Superprimat (zumindest meinen wir homo sapiens das) bin, kann ich das für MICH nur bestätigen.

Doch oft es geht nicht darum, ob man selbst an seiner Lage schuld ist oder nicht. Es geht darum wie schäbig und würdelos heute mit Menschen umgegangen wird und wie gedankenlos diese entsorgt werden. Menschen, welche die meiste bisherige Zeit in ihrem Leben für eine Firma tätig waren und dabei ihre privaten Beziehungen und im wahrsten Sinne des Wortes ihr Leben mehrfach aufs Spiel setzten, bekommen aus lächerlichen, aber mglw. formal juristisch korrekten Gründen sinngemäß gesagt: „Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen.“

Weit nachdenklicher und meistens auch noch viel trauriger stimmt mich jedoch meine Reise in die Vergangenheit, „das Lesen in meinem Herzen“. Die Fortsetzung vom E-Book „Erinnerungen“ findet derzeit hauptsächlich in meinem Kopf statt. Und sehr häufig kommt mir da der Satz aus dem Stück von Carl Orff „Der König und die kluge Frau“ in dem Sinn, als der arme Bauer immer nur schreit: „Ach hätt ich meiner Tochter nur geglaubt, ach hätt ich meiner Tochter nur geglaubt.“

Als ich meine Tochter über die Absicht die Erinnerungen zu schreiben informierte, eben auch dass meine Nachkommen etwas Einblick in mein Leben bekommen, sagte sie zu mir: „Vorsicht, das kann bestimmt sehr aufwühlend sein“. Ach, hätt ich meiner Tochter nur geglaubt.

Aber es ist durchaus lohnend mal sein Leben Revue passieren lassen. Man fühlt, dass eben nicht alles selbstverständlich ist und dass man eben nicht auf alles ein Recht hat.

Ich machte mir seit vielen Jahren Gedanken warum mich der Tod meines Bruders Ludwig am 11.11.1970 immer noch so beschäftigt. Am Sonntag (18.11.2018) bekam ich im Zeit Magazin von Dennis Schmees einem 32jährigen Autor die Antwort. Er beschreibt in dem Beitrag „Der Tag, an dem meine kleine Schwester starb“ was mit ihm danach geschah. Hier der link.

Doch Vorsicht es sind unglaublich bewegende Worte, die mich zu Tränen rührten. Ich fand diesen Artikel zum Thema Trauer mit das Beste was ich bisher dazu las und habe mich dafür bei Herrn Schmees bedankt.

Liebe Freunde der Nacht hier sind die Links 

   zu meinem E-Book „Erinnerungen“ mit mp3 files.

Adios Freunde und nicht vergessen: Sich immer der Sonnenseite des Lebens zuwenden

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