Peter Alexander Christerer Ich erhoffe nichts. Ich fürchte nichts. Ich bin frei.

Das schönste aller Geheimnisse ist ein Genie zu sein und es als einziger zu wissen.
Mark Twain (?)
Mein Leben deutsch / english Gewicht Memoiren
Essay
Essay 19.10.2021 Die Epoche der langen Liebesbeziehungen ist beendet.
Um Missverständnissen vorzubeugen, die Überschrift bedeutet: Ich schreibe über Beziehungen, die Ehe, eheähnliche Gemeinschaft oder vergleichbar genannt werden. Liebesbeziehungen zu Vorfahren, Nachkommen oder Haustieren usw. sind hier nicht gemeint. Überhaupt bin ich der Ansicht, dass der Begriff „Liebe“ überstrapaziert und inflationär gebraucht wird. Was lieben wir nicht alles! Von Nahrungsmittel über Kraftfahrzeuge hin zu selbstgestrickten Wollsocken. Da kann ich nicht mithalten, selbst wenn ich mein treues Auto liebevoll „Elch“ nenne. Liebe genauso wie ihr Bruder Hass sind für mich zwei sehr starke Worte und sollten mit Bedacht gewählt werden.

„… bis der Tod uns scheidet“. Dieses Eheversprechen -häufig beim Traugottesdienst gesprochen- kennt wohl jede(r) von uns. Nun das war nicht immer so. Früher waren Trauungen und auch Scheidungen keine Angelegenheit der Kirche. Im antiken Rom war es sehr einfach für BEIDE Eheleute sich scheiden zu lassen. Erst im frühen Mittelalter kam dann die Wende und die Kirche mischte sich nicht ganz uneigennützig ein. Was zu heftigen Auseinandersetzungen besonders mit der Adelsklasse führte. Denn Ehen (samt Scheidungen) waren in erster Linie aus politischen und ökonomischen Gründen wichtig und nicht aus Liebe. Die „Liebeshochzeit“ war bis zur Romantikepoche eher die Ausnahme. In der Regel war es ein Geschacher und geheiratet wurde oft aus pragmatischer Sichtweise.

Ab 1225 wurde dann die kirchliche Heirat Pflicht und der Priester übernahm auch die Leitung der Hochzeitszeremonie. Die Ehe unterstand außerdem fortan der kirchlichen Gerichtsbarkeit. Für die Ehe galt die Unauflöslichkeit und Monogamie und ihr wichtigster Zweck war die Zeugung von Kindern. Gleichzeitig wurden nichteheliche Lebensgemeinschaften mit der Zeit verboten und teilweise auch bestraft. Quelle: Scheidung.de

Ab dem 19. Jahrhundert, so gegen 1830 im Zuge der Romantik aber auch ganz stark beeinflusst durch die Industrialisierung änderte sich die Sichtweise auf den Bund der Ehe. Ausschließlich die leidenschaftliche Liebe des Lebens sollte geeignet sein, um vor den Pfarrer zu treten. Die "pragmatischen" Ehen sollten reine Notlösungen darstellen. Ebenso hielt plötzlich die Erotik Einzug in die Ehe. Früher galt das als Gegensatz, schnulzigen Fernsehfilmen über das Mittelalter zum Trotz. Dennoch hielt man noch sehr lange daran fest, sich möglichst nicht scheiden zu lassen. Obgleich der häufig sichtbaren Überforderung von Eheleuten wie auch Kindern.
Eine kurze Zeitspanne von etwa 1955-1985 war geprägt von sexuellem Freiheitsdenken, Promiskuität und Experimentierlust. Das änderte sich kontinuierlich. Beginnend mit den ersten Aids Erkrankungen. Aber es erfolgte keine Rückkehr zur "ewigen" Ehe.
Heute im 21. Jahrhundert n. Chr. sieht es wieder anders aus. Zwar halten immer noch 2/3 aller geschlossenen Ehe bis einer der Partner verstirbt, dennoch ist die Scheidungsrate mit ca. 40% sehr hoch. Zusätzlich existiert in Deutschland eine hohe Singlerate von ca. 42%. Interessanterweise sind die drei Spitzenplätze (Regensburg 57% Singlehaushalte) mit Städten aus dem katholischen Bayern, gefolgt von Flensburg und Berlin, belegt.

Warum leben soviel Menschen lieber ohne Partner? Warum scheitern soviel Beziehungen?
Vielleicht verhält es sich ja mit der Liebe und Zusammengehörigkeit ähnlich wie mit der Energieversorgung unseres Gehirns. Nahezu 2/3 der gesamten Energiezufuhr verbraucht unser Gehirn. Damit die (Energie)Lieferkette des Gehirns nicht abreißt gibt es drei sogenannte „Pulls“. Völlig vereinfacht und nach meiner Kenntnis nicht erforscht, stelle ich mal die „Versorgungs-Pulls“ den „Beziehungs-Pulls“ gegenüber.
Die Energie (Liebe) gelangt aus der Umwelt (Partner) in den Körper und von dort ins Gehirn. Alles ist gut, jeder fühlt sich wohl und es herrscht Harmonie. Hat das Gehirn (Gemüt) Bedarf so fordert es Glukose (Zuneigung, Sex, Anerkennung) an. Das nennt man Brain-Pull.
Sind die Speicher wie Blut, Depots leer, wird die Energie aus der nahen Umgebung z.B im Kühlschrank, auf dem Tisch (verbale Hinweise, Anfassen…) angefordert. Das nennt man Body-Pull.
Ist das nicht von Erfolg gekrönt, schaltet das Gehirn in den Katastrophenmodus. Die Versorgung hat absoluten Vorrang und es wird außer Haus gesucht. Ob im Supermarkt, im Büro der Kollegen oder sonst wo, der Bedarf muss gestillt werden. Das nennt man bezeichnender Weise Such-Pull. Ein bekannter Hirnforscher schrieb einmal: „Der Such-Pull ist eine mächtige Kraft. Er kann in Krisenzeiten das Ausmaß einer Naturgewalt annehmen, … den Frieden bedrohen, Gesellschaften zerstören“.

Allerdings spielt der "Such-Pull" eher in älteren Generationen noch eine Rolle für Trennungen. Bei den "Jungen" sehe ich den Beginn des postsexuellen Zeitalters. Angefangen hat das vor geraumer Zeit in Japan. Dort hat ein sehr hoher Anteil von unter 25-jährigen kein Interesse an intimen Beziehungen. Auch wenn sich die (west)europäischen Motive anders gestalten, eine Abkehr zu "festen" Beziehungen ist zu beobachten.
In einer Zeit in welcher sich Liebende als Partner einer temporären Zweckgemeinschaft mit ein bisschen "Spaß" oder in der Jugendsprache als "Freundschaft +" sehen, da spielt Sex nur eine nicht wirklich wichtige Rolle. Es fehlt nämlich das Wichtigste: Leidenschaft! Leidenschaft bedeutet ein Ziel kontinuierlich und tiefgehend zu verfolgen. Darauf haben viele junge Menschen keinen "Bock" mehr.
Hinzu kommt eine latente Überforderung durch digitale und soziale Medien. Vor kurzem führte ich ein -leider viel zu kurzes- Gespräch mit meinem Enkelsohn und seiner Freundin hinsichtlich "dauerhaften" Beziehungen. Sehr überraschend für mich war, dass offensichtlich unter Jugendlichen ein hoher Erfolgsdruck besteht. Jeder versucht den anderen zu toppen und hat Angst zum Gespött zu werden. Früher gab es das bei Kleidung oder auch Kfz, aber Beziehungen waren eher intim und wurden nicht in die breite Öffentlichkeit posaunt.

Mein Fazit:
Heute gilt das Konzept der stressfreien Beziehungen/Ehen und die Akteure nennt man "Lag" (Lebensabschnittsgefährte). Damit hat sich der Traum von der "Liebe des Lebens" endgültig verabschiedet. Beginnt aus der stressfreien Beziehung eine nervige zu werden, wird diese ganz easy beendet und eine neue Partnerschaft beginnt. Die aufwändige Hochzeit mit anschließender Scheidung entfällt. Mit einer privaten Partnerschaft ist es wie mit einer Freundschaft, es gibt keine Pflicht am anderen.
Bei mir, der beides kennt, schleicht sich manchmal das Gefühl ein, dass die jungen Menschen von heute viele schöne, aber auch weniger schöne Momente verpassen. Doch wie soll man etwas vermissen, das man gar nicht kennt?

Ois Guade wünscht euch da Bäääda


#411 15.10.2021 Manchmal wäre ein MUTausbruch durchaus hilfreich.
Wer -wie ich- den Luxus genießen kann viel freie Zeit ohne finanzielle Not zur Verfügung zu haben, ist gut beraten diese Zeit auch hin und wieder zum Nachdenken zu verwenden. Damit ist nicht dieses Grübeln, das Anzweifeln seiner Entscheidungen, das „das geht doch nicht“ oder „das macht MAN nicht“ gemeint, sondern sich einfach mal zutrauen das zu tun was man selbst wirklich möchte. I am me, I am okay
Manchmal habe ich einfach keine Power, einfach keine Kraft um der Welt die Faust zu zeigen, doch dann denke ich an all die Kämpfe die ich schon ausgefochten habe. Jedes Mal habe ich im wörtlichen und übertragenen Sinn überlebt und schon ist der Mut zurück. Es macht einfach Spaß zu versuchen seine Träume zu realisieren. Wenn es funktioniert, umso besser. Wenn nicht, so what? Ob ich mein Gewichtsziel erreiche oder mein bodybuilding hinbekomme ist nicht soooo wichtig. Doch ich habe etwas getan, etwas versucht! Wer Neues erleben möchte aber nichts an seinem Leben ändert, wird kaum Veränderung erfahren.

Weniger gut ist, wenn man zu viel um die Ohren hat und das Leben nicht mehr genießen kann. Deshalb das heutige Titelbild. Wenn die Aktivtäten ein gewisses Maß überschreiten und es letztlich nur noch negativer Stress ist, dann sollte man die Bremse betätigen. So zäh der Mensch auch ist, oft kommt es urplötzlich knüppeldick. Ob neudeutsch burn out -früher hieß es wohl schwere Depression-, ein Herzkasperl oder ein Schlagerl, aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Das ist nichts empfehlenswertes. Auf den bisher nicht erlittenen Schlaganfall verzichte ich gerne freiwillig. Egal was hinter dem Druck steht, am Ende des Tages stellst du fest, dass man Geld nicht essen kann. Tust du es doch wirst du merken, dass es nicht schmeckt.

Was mich definitiv maßlos ärgert sind die Politiker und Funktionsträger in dieser eigentlich gar nicht so üblen Stadt. Ich glaube die werden von irgendjemanden bezahlt, um permanent Sabotageaktionen zu verüben. Was hier bei den Wahlen zum Berliner Senat abgegangen ist, spottet jeder Beschreibung. Keine noch so üble Bananenrepublik könnte das toppen.
Und dann der Flughafen. Der pure Wahnsinn. Lufthansa empfahl allen Ernstes VIER Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein. Heute wird ein ähnliches Chaos erwartet, obwohl angeblich mit Personal aufgestockt worden ist. Wie immer schieben sich die Verantwortlichen untereinander die Schuld zu. Aber das Ganze ist auch irgendwie verständlich. Schließlich lag die Einwohnerzahl von Berlin bei Beginn der Flughafenplanung bei etwa 5.000. Über die anderen "Kleinigkeiten" wie Verkehrsplanung fange ich gar nicht an zu schreiben. Das würde ein Buch füllen.

Zwei Seelen wohnen ach in meiner Brust. Heute bei DM meinen Lieblingsbadezusatz wieder entdeckt: Orangenöl mit Zimt. Yeahhh endlich. Doch dann wurde mir klar, dass das definitiv die kalte Jahreszeit ankündigt. Darauf habe ich gleich überhaupt keinen Bock! Zudem ich mir vorgenommen habe, dieses Jahr zu alter Härte zurückzukehren. Das bedeutet es wird nur geheizt, wenn die Zimmertemperatur unter 18 Grad Celsius ist. Diese Verweichlichung an mir, die nervt mich ungemein! Deshalb back to the roots! Und wenn es schön kalt in der Wohnung ist, dann ist ein warmes Schaumbad schon fast etwas Göttliches. Wenngleich mein Badewannenmitbewohner gewohnt rüpelhaft sein Missfallen ausdrückt:

Ois Guade wünscht euch da Bäääda


#410 10.10.2021 Never change a running system? Der Spruch ist doch nur was für Weicheier!
Bevor ich nur ganz kurz Windows 11 erwähne, etwas ausführlicher vom Besuch in Riga, der Hauptstadt von Lettland. Am Mittwoch, 06.10. ging es um 0730h ab Richtung Flughafen. Etwas unsicher war ich schon, ob wir wirklich alles digital zur Verfügung haben und ob das am Vorabend abgesandte Einreiseformular von den Behörden in Lettland gespeichert wurde. ALLES bestens und es funktionierte reibungslos. Tja langsam glaube ich daran, dass nur die deutschen Behörden zu blöd sind, um in der digitalen Welt etwas auf die Reihe zu bekommen. Man muss sich nur das Debakel um die Wahlen in Berlin ansehen. Dagegen ist Ex-Kanzler Kurz von Österreich ein Waisenknabe mit seiner Bestechungsaffäre.

Dank Impfung interessierte uns in keinster Weise ob Hochrisikogebiet oder nicht. Auch wenn 3 Tage vorher Litauen hochgestuft wurde und es im Baltikum immer nur eine kurze Zeitspanne dauert, bis es reihum geht.
Am Flughafen wartete der vom Hotel geschickte Taxifahrer und dieser lieferte uns nach kurzer Zeit mitten in der historischen Altstadt von Riga ab.
Wer -wie wir- auf mittelalterliche Ortskerne mit allem was dazu gehört steht, kann nur sagen: Besser geht es nicht. Durch die günstigen Flugverbindungen (früh ankommen, spät zurückfliegen) blieb uns etwas Raum, um die Zeit bis zum Rückflug am Freitag (08.10.) auszunutzen. Als Reisezweck war ja ursprünglich der Besuch eines der größten Bauernmärkte Europas geplant.
Es war schlicht und ergreifend einfach gigantisch. An der Rezeption bekamen wir eine wunderbare, präzise Karte mit einigen (etwa 35) der unbedingt zu besuchenden Sehenswürdigkeiten. Klasse die eingezeichneten Fußwegrouten, die einen Rundweg aufzeigten. Fantastisch aufgebaut bekamen wir die ganze Bandbreite präsentiert. Von historisch über romantisch hin zu modern, aber auch politisch und militärisch. Alles war vorhanden. Es würde den Rahmen sprengen auch nur einen kleinen Teil zu beschreiben, es gibt einfach zu viel zu sehen in Riga. Das besuchte Museum zur Historie der Stadt Riga war sehr interessant, sehr sorgfältig und umfangreich dokumentiert. Am meisten -noch mehr als die beeindruckenden Kirchen- begeisterte uns jedoch das
„Schwarzhäupterhaus“. Wen es interessiert was es damit auf sich hat: ---> Wikipedia. Ich fand die Historie dazu sehr interessant. Wir nutzten die drei Tage mit unserer üblichen „no Stress“ Methode voll aus und waren ziemlich unterwegs. Das macht hungrig.
Da mir die (gute) Küche aus Litauen bekannt ist, wurde ich sehr überrascht. Die Lettland Cuisine ist ein ganzes Stück feiner und wenig Fleisch lastig. Hohe Kochkunst! Ob Fleisch, Fisch oder vegetarisch, nicht einmal wurden wir enttäuscht. Im Gegenteil! Donnerstagabend und Freitagmittag kam der Sterneküche schon ziemlich nahe. Die Preise waren für diese Qualität angemessen und ich denke selbst in Berlin würde es erheblich mehr kosten.
Am Hotel gab es nichts auszusetzen. Das Personal sehr freundlich, kompetent und hilfsbereit. Das Frühstück lies keine Wünsche übrig und selbst das -häufige :-))- wegräumen meiner gebrauchten Teller erfolgte diskret und problemlos. Allerdings konnte ich mir ein herzhaftes Lachen nicht verkneifen: Ich fand im Zimmer eine typische Bäääda Arbeit!
Ich bin mir nicht sicher ob in einem 4 Sterne Hotel die Stuhlbeine tatsächlich mit einem Stahlwinkel ausgebessert werden. Die wenigen Male in denen wir im Zimmer waren, überließ ich mit meiner gewohnt charmanten Art diesen Sitzplatz gerne der fraaanzöööösiiischen Priiinzessiiiiin.
Mir persönlich ist die Sterne Bewertung eines Hotels völlig egal. Es gelten für mich drei wichtige Kriterien: Sauberkeit -speziell im Bad-, ein bequemes Bett und ein gutes, ausgiebiges Frühstück. Für das Hotel gibt es von mir volle Punktzahl. Wer allerdings auf Fitness und Spa steht, sollte eher ein anderes auswählen, das gibt es sicher auch in der Altstadt.
Ach ja, der Marktbesuch. Riesig! Auswahl von allem in ungeahnter Vielfalt. Gemüse, Fleisch, Fisch, Gebäck….. Nur leider -wohl wegen Corona- KEINE Imbissstände. Somit KEIN highlight für mich :-( Doch nicht weiter schlimm, der Rest war dafür überwältigend!
Ein weiterer typischer Bäääda geschah auf beim Rückflug. Wir waren nur mit Handgepäck unterwegs und ich vergaß, dass ich am Morgen eine 0,5 Liter Cola Flasche aus dem Kühlschrank reinsteckte. Die Mengenbegrenzung am Sicherheitscheck ist ja seit Jahren auf 100ml beschränkt. Allerdings interessierte das an der „Durchleuchtestation“ niemanden und schon ging das Cola mit an Board.
Fazit des Trips: Sauguad und eine Steigerung wird nur schwer möglich sein. Somit ist der Maßstab gesetzt!

Wie angedeutet nur ganz kurz zu Windows11. Yep habe ich gestern installiert, weil ich nicht abwarten konnte bis mir Microschrott mitteilt, dass ich jetzt an der Reihe bin. Auf einem Microschrottserver kann man sich ein Installationstool runterladen und das erledigt das Upgrade.
Bei der Installation gab es keine Probleme und bisher läuft alles ohne jegliche Störungen. Das Design ist etwas verändert -nicht immer zum Vorteil wie mir scheint- und es dauerte eine Weile, bis ich die kleinen Icons wieder in der Taskleiste hatte. Das dürfte für den „normalen“ User eher schwierig werden, da Microschrott nur mittlere Größe vorsieht.
Sonst kann ich bisher nur sagen, dass ich subjektiv das Gefühl habe, dass das System etwas schneller ist. Seltsamerweise nicht beim Hochfahren, sondern bei Programmaufrufen und anderen Prozessen. Ob das wirklich am System liegt oder daran, dass -so denke ich- bei der Installation wohl ziemlich viel Altlasten entfernt wurden, das wird die Zukunft zeigen.
Fazit: ICH bräuchte Windows 11 eher nicht, bin aber auch kein Freak oder Spielefan mehr.

Ois Guade wünscht euch da Bäääda


#409 04.10.2021 The dark side of Bäääda
Hahaha, kürzlich sah ich eine Doku mit dem Thema ob sich die Persönlichkeitsmerkmale vieler Menschen immer mehr hin zum Negativen verändern. Es geht dabei um den psychologischen Begriff „Dunkle Triade“. Zwar sind die einzelnen Merkmale (Narzissmus, Machiavellismus, Psychopathie) schon lange bekannt, aber erst 2002 stellten zwei Kanadier ein Konzept und einen Test vor. Damit kann man feststellen wie stark die Merkmale bei einem Menschen vorhanden sind.
Klaro, dass ich sofort den Test machen musste und siehe da, ich hätte es fast genauso gesehen. Nur den machiavellischen hätte ich mit dem psychopathischen Teil vertauscht.
Wem die Schrift zu klein ist, einfach mit dem Mauszeiger auf das Bild zeigen und es wird gezoomt.
Das Ergebnis hielt ich heute meinem Psychoman unter die Nase und was sagte er: Die Bewertung sei deutlich zu gut! Er würde das schon noch nach oben korrigieren wollen. Allerdings zeigte er mir dabei sein diabolischstes Grinsen.

Zu meinen Persönlichkeitsmerkmalen passt gut ins Bild, dass ich mich letzte Woche mit einem meiner Ex-Chefs in Berlin zum Mittagessen traf. Ein super Typ und außerordentlich angenehm im Umgang. Allerdings nehme ich an, dass ich einer der wenigen bin, der -dienstlich- diese Meinung von ihm hat. Manche unserer Diskussionen waren sehr lautstark, aber immer fair. Doch wenn ein Abteilungsleiter -immerhin General mit B6 Vergütung- in der Abteilungsleiterkonferenz zum Präsidenten des BND sagt: „Über den Psychopathen Herrn Dr. ….. möchte ich kein Wort verlieren“, dann ist das für den Genannten nicht unbedingt eine Wertung, die eine baldige Beförderung in Aussicht stellt.
Ich hingegen verstehe mich auch Jahre nach meinem Ausscheiden noch blendend mit ihm und möchte unsere Treffen nicht missen. Sozusagen das „Psychopathenmeeting“, hahaha.

Wer allerdings bei notwendigen Reklamationen im Zusammenhang mit der Firma
Vodafone nicht zum Psychopathen wird, der ist entweder ein Gutmensch oder nicht von dieser Welt.
Vor ein paar Wochen rief ich bei der Hotline an und wollte nur wissen wie Vodafone „bald“ definiert. Als User der derzeit modernsten Giga TV Box wird mir seit Monaten suggeriert, dass ich „bald“ meine Sender selbst sortieren kann. Eigentlich seit Jahrzehnten keine große Sache. Funktioniert auch bei meinen Fernsehgeräten und bei meinem älteren Giga TV Box Modell im Wohnzimmer.
Yooo, das war ein grober Fehler nachzufragen. Die Einzelheiten kann ich hier nicht aufführen, das würde den Rahmen sprengen. Jedenfalls hatte ich urplötzlich vier Dazn Verträge, eine erheblich schnellere (ich nutze die Bandbreite der jetzigen nicht mal ansatzweise) Internetverbindung und eine App mit der ich mobil alle Sender auf dem Handy (was für ein Schwachsinn!) ansehen kann. Selbstverständlich alles OHNE Zusatzkosten zum bestehenden Vertrag.
Da ich von Natur aus zu den wenig vertrauensseligen Menschen gehören, lese ich jede schriftliche Nachricht ob analog oder digital zumindest oberflächlich durch. Hahaha, wäre eine tolle Sache für Vodafone geworden. Natürlich haben mir die Provisionsgeier der Callfirma Verträge aufgedrückt. Zumindest Dazn wäre wenigstens im ersten Monat kostenfrei gewesen.
Also sofortiger Widerruf (gesetzlich innerhalb von 14 Tagen) und den immer freundlichen Damen und Herren per phone erklärt, dass sie mit dem Unfug aufhören sollen. Bei Päckchen habe ich logischerweise die Annahme verweigert. Zu guter Letzt waren die Clowns (einschließlich Teamleitung) so überfordert, dass sie mir sogar den regulären Vertrag auflösten, mit TV und Internet. Natürlich war das nicht gewollt. Hätte ich Lust und Laune würde ich mich nach einer Alternative umsehen. Doch ich weiß nicht einmal ob das in unserem Haus überhaupt möglich ist.
Nach einigem Hin und Her habe ich jetzt alles schriftlich. Der ursprüngliche Vertrag ist ungekündigt und läuft einfach weiter. Weil das so viel Spaß machte, werde ich nächste Woche mal anrufen und fragen was Vodafone unter bald versteht. Denn dieses Problem ist ja völlig in den Hintergrund geraten. Allerdings vermute ich, dass jede meiner Telefonnummern, ob Handy oder Festnetz, mit einem roten Balken versehen ist und ich irgendwo nach China weitervermittelt werde.

Ois Guade wünscht euch da Bäääda


#408 29.09.2021 Reise in die Vergangenheit
Am vergangenen Wochenende (24-26.09.2021) fand sie endlich statt, die freudig erwartete Reise nach München. Thema war das 2. Wiesnersatztreffen im Münchner Hirschgarten, weil die Wiesn -Corona bedingt- zum 2. Mal ausfiel. Davon lassen wir uns noch lange nicht abhalten „das ma a wengal an Schmarrn vabreitn“.
Die Kurzform des Reiseberichts lautet: Riiiichtig scheee wars!
Am Freitagmorgen starteten Mingle und ich gegen 0730h mit dem guten, alten Elch. Bis nahezu München gab es keinerlei Staus wegen Unfällen oder Baustellen. Trotz Mega-Baustelle bei Pfaffenhofen, Chaos-Verkehr in München und zwei Pausen von insgesamt 40 Minuten erreichten wir gegen 1500h das gebuchte Hotel. Das Zimmer war okay. Punkt, mehr gibt es nicht dazu zu sagen.

Freitagabend gestaltete sich als reiner Familienabend bei Jutta und Max. Es war ein angenehmer Abend mit zum Teil lebhaften Gesprächen. Die Verköstigung war vorzüglich, typisch für Jutta und Max. Über die angebotene Menge schmunzelte ich zwei Tage später noch. Das war gigantisch und verleitete mich dazu, meinen Ernährungsplan über den Haufen zu werfen. Dafür auch auf diesem Weg liebe Jutta und Max noch einmal vielen Dank.

Die Überschrift zu diesem Beitrag kam zustande, da an Samstag und Sonntag zwischen Frühstück und der vereinbarten Treffzeit genügend Platz blieb, um alle meine Wohnorte bis zum Umzug nach Berlin aufzusuchen und Mingle zu zeigen. Es war absolut lohnenswert und viele Erinnerungen wurden wieder lebendig. Für Mingle war es auch interessant, neben Nostalgie bekam sie auch eine Stadtführung durch München. Alle mir wichtigen Punkte wurden angefahren und das war schon eine Menge.

Samstagnachmittag fand dann der Höhepunkt statt und es kamen sogar mehr Teilnehmer als erwartet. Dankenswerterweise hat der Kellner im Hirschgarten mitgedacht und die Innenreservierung von drinnen nach draußen verlegt und so konnten wir bei traumhaftem Wetter eine schöne Zeit gemeinsam verbringen.
Auf ein Bild mit allen Teilnehmern verzichte ich. Im Zeitalter von Datenschutz will ich mögliche Belehrungen und Hinweise vermeiden. Bei meiner Tochter weiß ich um ihr Einverständnis und bei Herbert gibt’s a Ohrwaschlrennatz wenn er sei Goschn aufmacht. Bin ich ihm eh noch schuldig, mein Ohr hat er ganz schön langgezogen. :-)
Also für mich kann ich sagen, dass ALLES gepasst hat, außer dass ich nicht genug Zeit hatte mit allen ausführlich zu ratschen. So rauschte meine Enkeltochter Veronika verständlicherweise sehr früh ab, war schließlich ihr Geburtstag. Ebenso gab es kaum Zeit für eine Unterhaltung mit meiner Schwester Kathrin. Das haben wir inzwischen nachgeholt.
Erstmalig anwesend waren mein Bruder Otto, Werner der Freund von Heidi, Lu ein guter Freund meiner Tochter. Ein sehr freundlicher junger Mann, den ich von einem Besuch in Berlin kenne und ein gern gesehener Gast ist. Ebenso Premiere hatte Gerhard und das freut mich ganz besonders. Wir kennen uns seit mehr als 40 Jahren und haben uns die letzten Jahre etwas aus den Augen verloren.
Zuletzt blieben noch Martine, Max, Günter und ich übrig. Und dank Günters perfekter Führung war der Weg zurück ins Hotel keine Schwierigkeit. Schee war’s und nächstes Jahr dann wieder auf der Wiesn!

Am Sonntag stand dann noch vor der Heimreise eine Fahrt ans Ende der Welt -ins Dachauer Hinterland- an.
Dort wohnt mein Ex-Chef und er hat uns zum Mittagessen in sein Haus in Altomünster eingeladen. Das große Anwesen samt zweier stattlicher Häuser hat mir ausgezeichnet gefallen. Köstliches Saiblings Filet, Petersilienkartoffel sowie Apfelstrudel und Pflaumenkuchen gepaart mit guter, sehr angenehmer Unterhaltung über unterschiedlichste Themen bescherten uns einen herrlichen Tag.
Die Heimfahrt war analog zur Hinfahrt. Keinerlei Probleme und der Elch wurde gegen 2300h in seiner Garage geparkt und darf sich etwas ausruhen.

Mein persönliches Fazit:
Es war ein herrliches Wochenende. Viele liebe Menschen von denen ich einige schon nahezu mein ganzes Leben kenne. Aber auch die „Jüngeren“ sind außerordentlich angenehme Zeitgenossen. Auf eine längere Unterhaltung mit meinem Enkelsohn und seiner Freundin freue ich mich sehr. Wir mussten wegen der Zeit (S-Bahn) das begonnene Gespräch vertagen.
Allerdings zeigte mir das Wochenende auch auf, dass es ganz gut ist, so wie es ist. Offensichtlich -nicht erst seit Corona- entwickelt sich die (deutsche?) Gesellschaft in eine Richtung, die mir nicht gefällt. Vielleicht meinte Andrea, die Gattin meines Bruders das, als ich sie fragte, warum sie so gerne in Spanien ist. Sie antwortete, dass dort die Menschen kontaktfreudiger, nicht so rechthaberisch, belehrend sind und weniger den Oberlehrer rauskehren. Das ist das was ich auch schon öfters anprangerte. Nur das eigene Wissen ist gültig, alles andere ist Unfug und sind FakeNews und andere Meinungen werden nicht mehr toleriert. Deswegen denke ich, dass es ganz gut ist, dass ich ziemlich weit weg vom „Schuss“ bin. Bei meiner Lebenseinstellung und meinem Motto: „I don’t care, I don’t give a damn…..“ würde das bestimmt zu Reibereien führen und das habe ich für mein restliches Leben als nicht annehmbar beschlossen.

Ois Guade wünscht euch da Bäääda


#407 23.09.2021 Wem der große Wurf gelungen eines Freundes Freund zu sein.
Ob 1785, als Friedrich Schiller eines seiner berühmtesten Gedichte „An die Freude“ zu schreiben begann, eine echte Freundschaft mehr Wert war als heute, kann ich nicht beurteilen. Doch jetzt im Herbst meines Lebens kann ich sagen, dass er Recht hatte. Es ist ein großer Wurf. Am vergangenen Sonntag war Herbert -den ich jetzt seit 58 Jahren kenne und schätze- mit seiner Frau Christiana zu Besuch und es passte einfach alles.
Dieses Mal stand Potsdam auf dem Programm und die Hauptstadt Brandenburgs ist immer einen Besuch wert. Schon imposant was für Monsterbauten da rumstehen. Nach einem kleinen Zwischenstopp am „Marktplatz“ in einem Kaffee musste was fürs leibliche Wohl her und ganz trendy suchten wir ein syrisches Lokal mit levanter Küche auf.
Warum das jetzt so trendy ist, erschließt sich mir nicht, denn diese Küche ist ja nicht nur in Berlin mit den unzähligen „arabischen“ Restaurants seit Jahrzehnten bekannt. Aber es hat gut geschmeckt und es war total witzig. Bin neugierig, ob jemanden auffällt, dass ich mir ein Sitzkissen unters Hemd schob. So einen Monsterbauch gibt’s ja gar nicht.

Anschließend machten wir noch eine kleine Rundfahrt durch entlegene Gegenden von Potsdam und urplötzlich waren wir in einem Bereich wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Und was entdecken wir da? Riiiichtig die Überbleibsl einer DDR Grenzkompanie. Das folgende Bild ist jetzt nicht so spannend, aber es war total interessant.
Ein „normaler Wessi“ kann sich gar vorstellen, was für Anstrengungen dieses Regime unternommen hat, um Grenzflüchtlinge zu stoppen. Selbst alte Schiffskähne (die dann durchrosteten) wurden als Blockade verwendet. Aber das soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier auf Menschen scharf geschossen wurde und viele Leute zu leiden hatten.
Zurück in Berlin gab es noch einen kleinen gute Nacht Trunk und schon war ein schöner Tag vorbei. Doch das nächste Zusammentreffen -diesmal in München- ist schon in Sichtweite gerückt und wird bestimmt auch fetzig.

Eigentlich wollte ich meine Erlebnisse mit Vodafone noch darstellen, aber dazu fehlt mir der Nerv. Mein Blutdruck erreicht schon wieder ungeahnte Höhen. Dazu reicht alleine der Begriff Vodafone! Werde das Thema aber in einem der nächsten Beiträge aufgreifen. Jetzt bin ich müde und werde deswegen Mingle nerven, hahaha.

Ois Guade wünscht euch da Bäääda


#406 16.09.2021 Besser als Spinat und Lauch is a Würstl vom Gaßner im Bauch!
Gott sei Dank mache ich keine Eiweißdiät, sondern eher im Gegenteil viel Eiweiß ist angesagt, um meine spärlichen Muckis ein bißerl auf Vordermann zu bringen. Vor langer Zeit hat mir mein Freund Herbert erzählt, dass es beim Münchner Metzger Gaßner im Schlachthof einen Automaten gibt, an welchem man sich verschiedene Wurstwaren 24 Stunden lang kaufen kann. Da ich in Kürze in München sein werde, nahm ich einen Besuch dort auf die Agenda. Dann entdecke ich heute, dass Gaßner auch online verschickt. Was für eine Freude! Gleich ordentlich zugeschlagen und in meiner Gier vergessen die zwei wichtigsten Würstl -Stockwürst und Weiße im Ring- zu bestellen. Naja die bestellten werden auch gut schmecken und am meisten freue ich mich auf die Gaßner Weißwürst. Nach meiner Meinung haben sich die noch NIE hinter denen von Magnus Bauch verstecken müssen, auch wenn dieser viel bekannter ist. Jedenfalls könnte es sein, dass der gute Mann einen neuen Stammkunden hat.

Corona und kein Ende. Das was jetzt mit 2G abläuft nimmt kein gutes Ende. Bin mal neugierig wie sich die Berliner Gastronomen entscheiden. Vor allem weil dann ALLE Mitarbeiter des Betreibers geimpft oder genesen sein müssen. Jetzt müssen sie nicht einmal getestet sein. Obwohl selbst vollständig geimpft, lehne ich die 2G Regel in dieser Form ab. Ich finde es aber gut, dass der Unternehmer selbst entscheiden kann. Es ist schon ein Unterschied, ob ich in meinem Restaurant 300 Plätze belegen kann und die Menschen ohne Einschränkungen ihren Besuch genießen können oder ob ich wegen Abstandsregeln nur 100 Menschen bewirten kann und dann auch noch mit Maskenzwang.
Anderseits bin ich absolut dafür, dass für NICHT Geimpfte keinerlei öffentliche Gelder mehr ausgegeben werden. Bis auf einen verschwindend geringen Prozentsatz kann sich jeder problemlos impfen lassen. Wer nicht will, muss halt für Tests ordentlich (nicht die 79Cent Aldi Tests) zahlen und soll im Krankenfall auch keine Entschädigung bekommen. Alle Erleichterungen mitnehmen wollen, sich aber nicht solidarisch zeigen und etwas tun dafür, das ist nach meiner Ansicht sehr asozial.

Jetzt freue ich mich zuerst aufs Wochenende. Am Freitag werde ich einen „bayrischen“ Restaurantbesuch vornehmen und am Sonntag kommen Herbert und Christiana zu Besuch. Unser Programm steht auch schon und auf die beiden freue ich mich riesig. Dann steht schon bald München auf dem Plan und auch das ist ein Jahreshöhepunkt. Bin neugierig wer alles dabei ist. ICH auf alle Fälle. Und für Riga muss ich dann schon die Winterklamotten rausholen. Das wird mir den Besuch der wunderschönen mittelalterlichen (autofreien) Altstadt und des riesigen Zentralmarktes nicht vermiesen.

Last but not least: Demnächst werde ich mich wieder etwas um meine Erinnerungen (Memoiren) kümmern. Diese Woche hatte ich einen angeregten Dialog über dieses Thema und musste mich an die eigene Nase fassen, denn die Erinnerungen habe ich ganz schön vernachlässigt. Aber dazu muss man Lust haben und über die wirklich spannenden und teilweise auch belastenden Erlebnisse kann ich nicht oder nur ganz allgemein schreiben. Viele dieser Ereignisse/Vorfälle unterliegen auch heute noch der Geheimhaltung. Und dann kam ja nicht mehr so viel. Die erste Lebenshälfte war deutlich dramatischer als die jetzige. Komme mir schon vor wie der typische deutsche Spießermichel. Weil dem so ist, werde ich mich jetzt auf die Couch begeben und mir Arte Journal ansehen.

Ois Guade wünscht euch da Bäääda


#405 13.09.2021 Der Schlaf ist die einzige unentgeltliche Gabe der Götter.
Ob Götter oder einfach nur das Oberstübchen. Wer immer mir zurzeit den Schlaf schenkt, es sei ihm gedankt. Zwar wache ich immer noch täglich nach 2-3 Stunden Schlaf auf, aber ich kann wieder einschlafen. Das hatte ich seit Jahren nicht und es macht so riiiiichtig Spaß! Eigentlich begannen die Schlafstörungen schon 1996 nach meinem Herzstillstand. Über einen längeren Zeitraum halfen mir Schlaftabletten, die mir ein genialer Psychoman verschrieben hatte. Leider haben diese Zauberpillen nach kurzer Zeit üble Nebenwirkungen und sind deshalb nicht für einen längeren durchgehenden Gebrauch zu empfehlen.
Wahrscheinlich geschah zu viel in meinem Leben und irgendeine verantwortliche Region in der oberen Schädelhälfte hat Probleme alles geordnet abzulegen. Und weil ich halt ein großes Weichei bin, belasten mich viele Dinge aus meinem früheren Job noch ziemlich heftig. Schlaumeier meinen mit der Zeit verschwindet das. Ich kann nur sagen: Bei mir nicht – auch wenn es schon teilweise über 20 Jahre her ist! Ob Bosnien, Kosovo, Mazedonien oder Afghanistan es sind nicht nur die Erlebnisse und Bilder die sich für immer in meinem Kopf eingebrannt haben, es sind auch die Gespräche die ich als kleiner Nasenbohrer für einen bedeutenden westlichen Nachrichtendienst verantwortlich führte, weil die wichtigen, höheren Diener erst auftauchten, nachdem die Bombenstimmung vorbei war und Ruhe eingekehrt war. Da ich weiß, dass manche meine Unterredungen mit der Führungsriege der „Freiheitskämpfer“ zu -wie man in der Diplomatie sagt- massiven Konsequenzen für einige Menschen und Material führte, erleichtert dies das Vergessen nicht wirklich. Aber: Non, rien de rien! Non, je ne regrette rien!

So genug gewinselt, jetzt hilft Rammstein: „Weiter, weiter ins Verderben, wir müssen leben bis wir sterben.“ Und weil das so ist, habe ich „meinen“ ersten Schwedenbitter fertig gestellt.
Zwar hochprozentig, aber es kommt ja nur ein Teelöffel voll davon in ca. 0,5l Wasser gemischt mit Hagebuttenpulver und das Zeugs wirkt tatsächlich. Natürlich machte ich einen Selbstversuch mit einem Teelöffel OHNE Verdünnung und kann nur sagen, das schmeckt wie Galle in Reinkultur. Bin schon neugierig was Timo -der Tippgeber- mit den vollgesogenen übrig gebliebenen Kräutern macht. Aber dazu muss er erst mal Zeit finden vorbeizuschauen.

Ein weiterer Entschluss von mir -aus gegebenen Anlass- ist, mich von Menschen fernzuhalten, die immer nur negativ denken und voller Bedenken sind. Wenn sie zudem extrem arrogant und unrealistisch sind, ist das nichts mehr für mich. Da selbst bei einem gutaussehenden, jugendlichen Mann wie mir schon der Herbst des Lebens angebrochen ist, habe ich keine Geduld mehr mit dieser Spezies.

Das Leben genießen, genau das steht in allernächster Zukunft an. Ich freue mich total auf das Wiesn Ersatztreffen in München. Hoffentlich wird es wettertechnisch ein voller Altweibersommertag. Vorher erwarte ich noch Besuch in Berlin und nachher geht es nach Riga. Ob ich November/Dezember nach Skandinavien zu einem Weihnachtsmarkt komme, das steht noch nicht fest. Nachdem mir mein Bruder Otto traumhafte Bilder aus dem Salzkammergut schickte und mein Cousin Rudi den vereinbarten Besuch angemahnt hat, überlege ich mir, ob ich im Spätherbst die schon länger geplante Autoreise nach Reichenhall, Salzburg mit Hinterland und evtl. Wien durchführe. Allerdings benötige ich dann eine Langzeit Wetterprognose.

Jetzt geht es nochmal ins Bett, schließlich sollte man als Rentner den Tag langsam beginnen und morgens sind die besten Dokumentationen im TV.

Ois Guade wünscht euch da Bäääda


#404 07.09.2021 A new star was born!
Es ist kaum zu fassen, aber es sind inzwischen mehr als 30 Jahre vergangen, dass am 07.09.1984 ein wunderbarer Mensch in diese Welt eintrat. Leider weiß ich die genaue Uhrzeit nicht mehr, aber ich gehe davon aus -da Kaiserschnitt vereinbart war-, dass es zu einer dem Arzt angenehmen Zeit im Laufe des Vormittags war. Ich war ohnehin leicht „absent minded“. Jedenfalls ist an diesem Tag meine Tochter Corinna zur Welt gekommen und darüber freue ich mich sehr, insbesondere da sich unser zeitweise angespanntes Verhältnis total entspannt hat und wir sehr gut miteinander auskommen. Corinna, ich habe es heute bereits heute einmal kundgetan und tue es jetzt öffentlich noch einmal: So wie du dein Leben meisterst, trotz aller Widrigkeiten und auch gesundheitlicher Schwierigkeiten, finde ich saustark und bin sehr stolz auf dich.
Eines meiner Lieblieblingszitate ist: “Verstehen kann man das Leben nur rückwärts. Doch leben muss man es vorwärts.“
Genauso so ist es und deshalb mach weiter so wie bisher und wenn dir jemand blöd kommt, denke an mein Motto: „I don’t care, I don’t give a damn, I don’t give a fuck!“ Sollte dir das zu grob sein :), dann kannst du immer noch den Spruch ganz oben im Blogkopf verwenden.
Auf unser baldiges Wiedersehen freue ich mich schon sehr.

Ansonsten gibt es zurzeit bei mir nicht viel zu erzählen, denn ich helfe gerade eine Wohnung zu renovieren und das ist doch ganz schön anstrengend. Es zeigt mir aber auch deutlich meine Grenzen auf und ich werde -selbst wenn die Arbeiten abgeschlossen sind- meinen Trainingsplan nochmal überdenken. Da habe ich mir im Überschwang wohl zu viel vorgenommen. So wird in Kürze bald Demotivation eintreten, da übertrainiert. Das muss und werde ich verhindern.

Yooo, dann kam diese Woche eine kleine Gewürzlieferung an.
Das Problem mit den Gewürzen ist, dass ich sie zwar sparsam einsetze, aber nahezu für jedes Gericht eine andere Mischung zusammenstelle. Das bedeutet leider, dass ich häufiger größere Mengen entsorgen muss, weil sie einfach ausgeraucht sind. Und mit den Mühlen ebenso wie mit dem Mörser, haut es meistens nicht so hin wie ich es gerne hätte. Traurig stimmt mich dabei nur, dass schon wieder Gewürze für die Winterzeit -zB Lebkuchengewürz- dabei sind. Es kann doch nicht wahr sein, dass schon in Kürze wieder die dunkle, kalte Zeit Einzug hält.

Ein paar andere Sachen spare ich mir für den nächsten Beitrag auf, denn jetzt muss ich ein paar Dinge für morgen herrichten. Schließlich ist 0530h Training angesagt und später am Vormittag geht es mit der Renovierung weiter.

Ois Guade wünscht euch da Bäääda


#403 29.08.2021 Ach, wenn sie sie schon hätten, die leckeren Diäten.
Vor ganz langer Zeit haben die Giasinger Sautreiber ein Lied mit dem Titel „Ratzn Rennaz“ -für die, die der bayrischen Sprache NICHT (dafür kann ich KEIN Verständnis aufbringen!) mächtig sind: „Ratten Wettrennen“- veröffentlicht. Es geht darum wie sich Politiker gebärden, wenn Wahlen anstehen, damit sie an die prall gefüllten Steuertöpfe kommen. Gut dass mir Neid -yooo, selbst ich habe gute Eigenschaften- völlig fremd ist, aber nachdenklich stimmt mich das heutige Titelbild schon etwas. Bitte beachten: es ist nur eine Grundentschädigung! Der Refrain: „….was mich bitter stimmt ist, dass ein Ratzn Rennaz am Ende noch immer ein Ratz gewinnt….“, trifft es auf den Punkt.
Warum die Wahlen für mich ein Thema sind? Weil ich gestern meine Briefwahl abgeschickt habe. Ziemlich sicher bin ich am Wahlsonntag nicht in Berlin. Dieses Mal musste ich eine rein taktische Wahl vornehmen. Nicht annähernd hat mich eine Partei überzeugt, aber das Geschwafel vor der Wahl ist nach der Wahl ohnehin unerheblich.
Doch um bestimmte Koalitionen in den Bezirken und im Land Berlin wie zB Grün-Rot-Rot und im Bund eine zweier Koalition zu vermeiden habe ich tatsächlich den Stimmzettel richtig ausgefüllt und nicht die „rettet die Rüsselschweine“ oder „strickt lila Socken“ Vereinigung gewählt. Klar dass ich für die beiden Berliner Wahlen eine andere Partei als im Bund wählte.

Heute ist es mal wieder so ein richtig schöner „Motschkern“ Beitrag. Endlich! Ob die superschlauen, besonders eifrigen Idealisten und Moralisten merken was für einen Schwachsinn sie absondern? So nimmt die political correctness unerträgliche Formen an.
Nur ein Beispiel zum GENDERWAHN: Im ZDF spricht man bei der Afghanistan-Berichterstattung von den„Islamist*innen“. Das ist komplett gaga!
Noch dämlicher für mich sind unsere Elite Studenten der Berliner Humboldt-Uni. Eine studentisch betriebene Stelle gegen rassistische Diskriminierung schreibt folgenden Satz in eine Stellenausschreibung: „Wir bitten daher weiße Menschen, von einer Bewerbung für diese Beratungsstelle abzusehen“.
Wenn das keine Diskriminierung ist, was denn dann? Es hilft auch nichts, dass nach einem shitstorm im Netz die Ausschreibung geändert wurde. Die Gesinnung kam klar zum Ausdruck.

Woran merkt man, dass Deutschland ein Volk von konservativen Spießbürgern ist? Riiichtig! Sonntagabend ist „Tatort“ time. Nachdem mich jemand darauf hinwies, wie oft und auf wie vielen Sendern der ARD das TÄGLICH verbreitet wird, habe ich nachgesehen und mir auch die „Quotenspitzenreiter“ vorgenommen. Ich bin fassungslos! Nicht nur dass JEDE Story bereits x-fach erzählt wurde, nein auch das Schema ist immer das Gleiche. Und dann die „Ermittler“. Nur ein Wort: UNERTRÄGLICH“. Vielleicht vor 30 Jahren noch hinnehmbar, aber jetzt ist wohl eine beliebte Wette, welcher dieser Clowns als erstes mit Rollator auf Verbrecherjagd geht.
Doch der deutsche Michel sagt seit Jahrzehnten: „Sonntag ist Tatort Pflicht“. Und dafür zahlt JEDER Gebühren. Eine Schande!

Auch eine Wiederholung und die betrifft mich und meinen Schmarrn. Der entscheidende Unterschied: Mir gibt niemand etwas, im Gegenteil ich zahle auch noch Webspace Gebühren dass ich meinen Senf ins Netz stelle.
Die Wiederholung betrifft meine Spendenbereitschaft was Flaschensammler anbelangt. Vor kurzem habe ich mich hier darüber ausgelassen, dass ich -bis auf ganz wenige Ausnahmen- nichts mehr mit schwarzen, besonders afrikanischen, Menschen zu tun haben möchte. Urlaub ja, sonst nein. Die Falschheit, Undankbarkeit, Respektlosigkeit -selbst wenn man sehr hohen Einsatz zeigt- ist im Alter für mich nicht mehr zu ertragen. Überrascht und beschämt hat mich dagegen eine ältere Frau, die im Umkreis von meinem Lieblings Café Flaschen einsammelte. Korrekt gekleidet, suchte sie die Umgebung ab, vermied aber in die Müllboxen zu sehen. Als sie direkt an mir vorbeikam, sprach ich sie an. Es war eine beklemmende Story und ich werde sie hier nicht aufführen.
In die Müllkästen greift sie nicht mehr rein, da sie schon zu viele unangenehme Überraschungen erlebt hat. Von Hundekacke über blutige Verbände bis hin zu gebrauchten Spritzen, alles hatte sie schon zu spüren bekommen. Dass dadurch ihre Einnahmen spürbar geschmälert sind, muss sie wohl hinnehmen, sagt sie. Als ich ihr meine üblichen 10€ spendete, war sie sprachlos und ihr standen Tränen in den Augen.
Selbst als sie schon beim Eingang vom Boulevard war um ihre paar Flachen zurückzugeben, hielt sie den 10er immer noch ganz fest in ihrer kleinen Hand. Vielleicht sollten wir ruhig mal darüber nachdenken ob wir wirklich für alles weit weg von unserem Land spenden müssen und unsere Alten lassen wir verrecken. Die kleine Spende beruhigte mein Gewissen nicht, im Gegenteil, der Kaffee schmeckte irgendwie bitter.
Hinweise auf soziale Dienste oder sonstige Ämter bitte unterlassen.

Ois Guade wünscht euch da Bäääda


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